Neue DNR-Nationalhymne

28. November 2014 von Klaus Jarchow

“Been away so long I hardly knew the place
Gee it’s good to be back home
Leave it till tomorrow to unpack my case
Honey disconnect the phone
I’m back in the U.S.S.R.
You don’t know how lucky you are boy
Back in the U.S.S.R.

Well the Ukraine girls really knock me out
They leave the West behind
And Moscow girls make me sing and shout
And Putin’s always on my mind.
I’m back in the U.S.S.R.
You don’t know how lucky you are boys
Back in the U.S.S.R.”

Toitschlinge schwer empört

27. November 2014 von Klaus Jarchow

Deutschland profitiert finanziell also beachtlich von seiner ausländischen Wohnbevölkerung”, heißt es in der Studie, die am Donnerstag veröffentlicht wird.”

Dat kann ja wohl nüch angehen! Ausländer sollten produktiv sein und der Volkswirtschaft nutzen? Sakrileg! Wenn das der Führer wüsste! Die Foren schäumen …

Jenseits des ‘Schmarotzertums’ ist für diese Vorabwisser beim Thema ‘Ausländer’ alles undenkbar. Wissenschaft ist’s nämlich nur, wenn’s auch ins kleine Weltbild passt. Schon tönt es unisono aus deren Kommentaren: Das sei doch bloß die berüchtigte ‘Bertelsmann Stiftung’, Middelhoff und so – da könne man doch mal sehen! Prompt klatschen sie sich befriedigt in die bräunlichen Patschehändchen – für sie ist der Fall gelöst …

Und süsswoll, ein Satz, und schon ist bei unseren Merkbefreiten erneut alles falsch: Es war das hochangesehene ‘Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung’, das einen Auftrag aus Gütersloh erhielt, und dabei zu diesem Ergebnis kam …

Ein älteres Modell

27. November 2014 von Klaus Jarchow

Russian Defense minister P. Grachev: “I’m not aware about that and not really interested, since Russian troops don’t take any part. I saw on TV that some soldiers were captured there. Those are most likely mercs. In case Russia was involved we would take the city with only one airborne regiment in just two hours”

Klingt irgendwie zeitgemäß? Tscha, das waren offizielle Äußerungen, als die Russen vor ziemlich genau zwanzig Jahren in Tschetschenien einfielen und die Stadt Grosny dem Erdboden gleichmachten.

Und – oops – das wird ja immer mehr:

“Russland und die Populisten: Front national soll 40-Millionen-Kredit aus Moskau bekommen.”

Während Moskaus treuester Freund, die Donbas-Mafia, endlich mal aufhören soll, systematisch die ‘humantitäre Hilfe’ aus Russland zu plündern. Nicht das man generell etwas gegen ein wenig Plünderung hat, darauf beruht schließlich der russische Staat. Aber das wird ja sonst zu peinlich, das große Verhungern der Bevölkerung in Novosomalia …

Ach ja – ob der noch weiß, was er sagt, frage ich mich seit längerem: “Using terrorists for regime change is unacceptable – Lavrov.” Ach, ja? Ach, nee! Ach, doch …

Wieder ‘ne Silvesterrakete

26. November 2014 von Klaus Jarchow

In der jüngsten Erhebung des Forsa-Instituts im Auftrag des “stern” muss die AfD einen Prozentpunkt abgeben und kommt im Bund auf sechs Prozent. … Noch im September sah Forsa die AfD bei zehn Prozent … Ernüchternde Zahlen gibt es auch von der Elbe: In Hamburg muss die AfD nach der letzten Umfrage mit vier Prozent um den Einzug in die Bürgerschaft bangen.

Tscha, Republikaner, Schill-Partei usw. Es macht zunächst ordentlich ‘Bumm!’ mit viel Blinkyblinky, am nächsten Tag folgt schon der Kater. Die Piraten lassen herzlich grüßen …

Vergangenheitsbewältigung

26. November 2014 von Klaus Jarchow

Das hier klingt, als wäre die ukrainische Regierung mit den Rebellen nicht ganz und gar unglücklich. Zumindest hat das gezielte und finale Absäufen der Kohleminen durch unwillige oder unfähige Desperados auch positive Folgen für die ukrainische Volkswirtschaft. Das endlose Verteilen von Subsidien an ostukrainische Oligarchen für unproduktive Minen – etwa 1.000 Hriwna je Tonne – findet damit sein logisches Ende, da längst die Importkohle aus Südafrika oder Australien erstens höherwertig, und zweitens auch wesentlich preiswerter ist:

“In the short-term perspective, the subsidy decrease will save additional money for the state budget. The volume of coal extracted from state mines on the territories controlled by the ‘DNR’/‘LNR’ constitutes 8 million UAH. If we do not pay subsidies, 1 thousand UAH per ton, we can save 8 billion UAH in 2013 prices. Obviously, this ‘creative destruction’ will not solve all the problems. For example, someone has to control the ecological safety of the closed mines. The government will have to help the people who will have lost their jobs through re-qualification programs and monetary assistance. These programs can be costly, but they will be cheaper than subsidizing the coal industry. Most importantly, they will invest money in the region’s future success, and not the wasteful support of a dying industry.”

Wir wollen dabei nicht vergessen, dass Russland ähnliche Minen in der Rostov-Region aus den gleichen Gründen schon wesentlich früher vom Weltmarkt nahm. Der gesamte Donbas, ob rechts oder links des Don, ist also keineswegs reich, er ist eine wirtschaftliche Notstandsregion. Aber Onkel Vladi macht das schon …

Wer’s übrigens noch immer nicht glaubt, dass das russische Militär direkt in der Ostukraine involviert ist, der möge sich den neuesten Ares-Report zu Gemüte führen:

“In sifting through the detail of information, perhaps the most interesting part of the report is the recording of the range of weaponry in use that is not available to the Ukrainian military. This weaponry is almost exclusively found in the stockpiles of the Russian army. This data would therefore add to the body of evidence that the Russian military is supplying weapons to the battlegrounds of Eastern Ukraine.”

Gefällt mir

25. November 2014 von Klaus Jarchow

Vermutlich ist es eine besonders feinsinnige Ironie, die den ‘Standard’ dazu brachte, in dieser Headline statt ‘vielversprechend’ nur ‘viel versprechend’ zu schreiben. Der Weg zum Finalstadium war dann ja auch nicht ganz so weit:

“Team Stronach: Vom viel versprechenden Team zur Verlierertruppe.”

Eins ist klar

25. November 2014 von Klaus Jarchow

Wenn die Ukip, der Front National, die FPÖ, der Jobbik oder eine der all anderen von Putin gepamperten rechtsradikalen Parteien irgendwo an die Regierung kommen sollten, dann wird ‘Russia Today’ der erste Sender sein, der loskreischt: “Faschisten übernehmen die EU”.

Auch das ist mal wieder so’ne Lachnummer:

“DNR demand to convene an emergency meeting of the UNSC for consideration of the peacekeeping contingent in the East of Ukraine”

Kein Land hat die beiden Phantasiestaaten nämlich bisher anerkannt. Noch nicht einmal Russland. In was für einer Position wären sie also, solch eine Dringlichkeitssitzung zu verlangen. Wolkenkuckucksheimer.

Andererseits – mal angenommen, man würde darauf eingehen: Russland könnte dann wohl schlecht das übliche Veto gegen eine daraus folgende Resolution einlegen. Schon hätten sie die UN-Truppen in ihren Beutestaaten … was aber bei der Vielzahl der Parteien ein äußerst gefährlicher Job wäre:

“The process of uniting the gangs, which is taking place under the control of the General Staff of the Russian Armed Forces, supported by the FSB, is accompanied by clashes between armed groups. There are cases of arrest of some of the representatives of the terrorist groups. The most active clashes occur in the southern districts of Donetsk and Luhansk regions, where Russian mercenaries (primarily the so-called “Cossacks”) are waging an armed struggle with small groups of local militants who had fled from the districts of Horlivka, Makiivka Yenakiievo, Stakhanov and Donetsk.

Ein guter Artikel über die russischen Kleptokraten aus der Perspektive eines Insiders findet sich hier:

“Putin’s entire chain of command is built on a foundation of corruption,” Kolesnikov says. “To see power go to another party or other people would be to put themselves under enormous threat of criminal investigation and inevitable punishment.”

Seltsam ist es schon …

24. November 2014 von Klaus Jarchow

Gestern lief nun schon die dritte Talkshow zur Ukraine-Krise, zu der niemand aus der Ukraine eingeladen war.

Derweil steigt die Stimmung in Novosomalia von Tag zu Tag:

The militants tried to scare the protesters away with machine gun fire, however the publication reports that people kept coming with over a thousand involved. This is not the first time that the militants have used their machine guns to try to stifle protest. … At the same protest it was stated that as of Nov 16, 64 people had died of starvation. During the last week there have also been reports of protests in Makiyivka; Torez; Snizhne; and Yenakiyevo.”

Tscha, Herrgott, kann dieser Pöbel nicht einfach schweigend verhungern, so brav wie einst im Holodomor?

Der Putin entpuppt sich derweil als ein echter Linker. Jetzt hat er dem Front National ein paar Milliönchen gespendet, vermutlich um Marine Le Pen zu diskreditieren …

Andersherum wird’s ein Schuh

23. November 2014 von Klaus Jarchow

Wer immer noch unbelehrbar von einer ‘Faschisten-Junta’ in Kiew faselt, der möge sich doch diesen Text mal zu Gemüte führen:

‘Wlassow-Anhänger, Faschisten und Weißgardisten im Dienste der “DVR”

Man könnte auch sagen, dass die Bevölkerung der beiden Sockenpuppen-Republiken unter faschistische Herrschaft geraten ist – dank Vladimir Putin. Der sagt jetzt übrigens:

“We are strong because we are right:”

Tscha, nach diesem Gesetz des Stärkeren wären die USA dann logischerweise wohl noch ‘righter’, weil noch ‘stronger’. Klingt irgendwie nach Gangster-Logik aus East LA: ‘Guggst du meine Muckies, Oida – also gib Handy’. Ich glaube ja auch, er meinte das andersherum. In der Eile hat er sicherlich nur die Adverbien vertauscht … ein großer Ökonom ist er jedenfalls nicht gerade:

“But look: we earlier sold a product that was worth one dollar and got 32 rubles for it. And now we’ll get 45 rubles for the same product costing one dollar. Budget revenues have increased and not decreased.

Und wenn’s für den Dollar eine Milliarde Rubel gibt, dann kauft er sich die ganze Welt. Je länger, je mehr erinnert er mich an den Schulhof-Bully einer Vorstadtschule, nix in der Birne, aber Atomraketen  …

Inside Novosomalia

22. November 2014 von Klaus Jarchow

I remember four months ago, they told us, “If you join the European Union, all the coal mines and plants will close, there will be no jobs.” But here, oh là là — we didn’t join the EU, yet not a single coal mine in Gorlovka is running, not a single plant, they stupidly wrecked them. These people came here not to create, but to destroy. Stirol is closed. The mines are flooded. Kirov Machine Works is halted, people have left, there’s nobody to work. Everything is closed. There is garbage everywhere. There are many abandoned animals. … There’s no work. There’s no normal food. Nothing. So this is what’s called “the Russian World has come to us,” let it be thrice damned, your “Russian World.” Once again, guys, I ask you, Russians, take away your Bezler, your Girkin, your Strelkov. Let them build new people’s republics in your country, Russia. Let them destroy bridges, let them destroy the infrastructure in your cities. But leave us alone. And take your “Russian World”… He concludes with a vulgar curse.”

Tscha, blühende Landschaften …

Ich verbreite übrigens gerade mal wieder etwas ‘Fear and Loathing at Wiesaussieht’.

From Russia with love – das stille Massensterben ist wohl eine Folge all der russischen Hilfskonvois:

“Ukraine party of retired people confirms 64 people in Chervonopartyzansk, Luhansk regions have died from starvation.”

Nicht fähig, die zwangsbeglückte Bevölkerung in den famosen Folxrepupslicken zu ernähren, aber täglich mit Grads rumballern. Wie mag’s in anderen Städten Novosomalias erst aussehen? Holodomor? Holodomor! Da war doch mal was …

Apropos – am Alarmgebell von Putins Dobermann ist sicherlich so viel richtig, dass eine ganze Menge Leute im Westen aufatmen würden, wenn sie sein Gesicht und das seines Vorgesetzten nicht mehr sehen müssten:

“Die russische Regierung wirft dem Westen vor, einen Regierungswechsel in Russland zu forcieren. Mithilfe der Wirtschaftssanktionen sollen gezielt Proteste in der Bevölkerung ausgelöst werden, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Moskau vor dem Rat für Außen- und Verteidigungspolitik.”

Und was schließen sie nun daraus? Rally ’round the Flak? Wie wäre es denn, wenn sie nur das Minsker Abkommen mal einhalten würden?