Tsss, diese ‚Titanic’!

02. Juli 2015 von Klaus Jarchow

Der Herr Juncker ist doch so’n netter Kerl …

Grüne-Männchen-Schau

02. Juli 2015 von Klaus Jarchow

Wer nach Belegen für Anwesenheit russischer Truppen in der Ostukraine sucht, mit dieser Liste wird ihm geholfen.

Wie’s weitergeht, ist doch klar

02. Juli 2015 von Klaus Jarchow

103 Minuten dauert die Aufnahme. Und sie offenbart nicht nur, wie akribisch sich Lucke und seine Anhänger auf den Parteitag vorbereiten, sondern auch, dass er eine Niederlage durchaus einkalkuliert. Wenn der Parteitag ungünstig verlaufen sollte, könnten die Entscheidungen so dramatisch sein, dass er sie nicht allein treffen wolle, sagt Lucke vor seinen Anhängern. Nach dem Parteitag solle daher der „Weckruf“ beraten, wie es weitergehe.“

Es gibt nach Adam Riese jetzt zwei Möglichkeiten: Es geht gar nicht weiter, oder es geht weiter bergab. Eine echte Alternative für Deutschland also  …

Kartenhäuser müssen fallen

01. Juli 2015 von Klaus Jarchow

Ein Industrieland lässt eine Zahlungsfrist des IWF verstreichen. Das galt bisher als unvorstellbar. Ökonomen sehen die Krisenpolitik des Währungsfonds als gescheitert an. Die Griechenlandkrise zwingt ihn jetzt zum Umdenken“.

Ach Gott, ach Gott! Irgendwie gehen die Flinten des Monetarismus doch regelmäßig nach hinten los …

Dat hasse nu davon …

01. Juli 2015 von Klaus Jarchow

Ukraine to stop buying Russian gas after talks on new deal fail“.

Und sie haben ja recht, so ist halt der Wettbewerb. Die Russen wollten auch noch die letzten kümmerlichen Rabatte streichen, und das in einer Situation, wo die Energiepreise weltweit tief im Keller sind. Nun ja, wieder ein Markt weniger für Putin. Sein hohes Ross ist, recht betrachtet, doch nur ein kleines Pony. Aber der oberste Nachlassverwalter der Sowjetunion reckt sich in seinem Sattel hoch auf und verkündet dem darob erstaunten Publikum, dass die baltischen Staaten doch alles nur ‚non-entities‘ seien:

„The Russian government is re-examining the 1991 decision to grant the Baltic states their independence at the time of the dissolution of the Soviet Union“.

Mittlerweile haben die Bandidos in Donezk die „entartete Kunst“ entdeckt, sie wollen trotzdem partout keine Nazis sein, obwohl die Parallelen unübersehbar sind:

„Since the center was seized by rebel forces on June 9, 2014, the Izolyatsia directors said this week, they have been “constantly informed of the consistent destruction of the artworks, which remained on the seized territory, and specifically, the destruction of site-specific installations.” Some of the destroyed work has been “sold as scrap metal or used in the construction of checkpoints in the city,” they said. … In a video interview, Leonid Baranov, a rebel official whose unit occupied the gallery, disparaged the modern art there as “pornography,” in terms strikingly similar to those employed by the Nazi organizers of the “Degenerate Art” exhibition of 1937. Mr. Baranov went on to say: “This art won’t exist on the territory of the Donetsk People’s Republic. Drug use and this kind of art will be punished here.“

Tscha, jede Nacht saufen, aber über Drogengebrauch schimpfen. Darauf ein kräftiges ‚Heil, Sackarschenko!‘ …

Mythenmetze

01. Juli 2015 von Klaus Jarchow

Wenn man einerseits von der Historie keine Ahnung hat, sich andererseits aber völlig quellenbefreit eine Geschichte bastelt, kommt so etwas dabei heraus:

„Deutschland wollte man nach dem 2. Weltkrieg zu einer Agrarnation machen. Aber die Deutschen arbeiteten wie verrückt. Die Griechen haben diese Regierung gewählt. Man kann es nicht erzwingen. Es ist der eigene Wille.“

Bester Herr und Schoppenweghauer*, die Deutschen kamen nicht deshalb wieder in die Höhe, weil sie damals so kräftig in die Hände spuckten, sondern vor allem deshalb, weil ihnen die Schulden erlassen wurden. Und für diese Sicht der Dinge gibt es sogar Quellen: Erst der Haircut, dann das Wirtschaftswunder – und weil in den Bombennächten alles zu Klump ging, verfügten sie plötzlich auch noch über die modernsten Produktionsanlagen weltweit. So wird allmählich ein Schuh daraus …

Nachtrag zum Thema ‚wildwuchernde Metaphern‘: Der einschlägige Teil der ‚Qualitätsmedien‘ (Welt, Focus) hat sich jetzt auf das Gebiet der Zechprellerei kapriziert, wonach sich die griechische Regierung so verhalte wie ein Gast, der ohne Bezahlung skandalöserweise das Lokal verlässt: Griechenland habe den IWF ‚geprellt‘, so als ob unsere Kellner in Brüssel nicht schon seit Monaten gewusst hätten, dass der Herr dort am Tisch Sieben gar kein Geld in der Tasche hat, weshalb sie ihm auch immer nur die unappetitlichsten Speisen servierten (soviel zum Thema: Aufgreifen einer eingeführten Metaphorik).

* Die Welt als Wille und Vorstellung

Uli Dönch kübelt

30. Juni 2015 von Klaus Jarchow

Als hätten sie nicht schon genug angerichtet: Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise präsentieren die Ober-Versager ihren Plan, um die „Währungsunion voranzutreiben“ – inklusive „Bankenunion“ und „EU-Einlagensicherung für Sparkonten“. Manche lernen es nie. Ausgerechnet jetzt, wo Griechenland nach fünf quälenden Jahren übergroßer Nachsicht endlich den Euro zurückgeben muss, erdreisten sich die beiden Haupt-Verantwortlichen dieser Konkursverschleppung, einen Plan vorzustellen, der dem gemeinsamen Europa den Rest geben würde.“

Tscha, was wäre an einer Bankenunion und einer Einlagensicherung denn schlecht? Letztere gab’s sogar in Zypern und der Bundesrepublik Deutschland. Und die Bankenunion gibt es doch längst. Vielleicht aber hatte unser Wüterich auch gerade kein Taschentuch zur Hand, und so geriet ihm der Schnodd in die Tastatur. Oder aber, der Ulli will selbst Notenbankchef werden, weil ihm der Job als oberster Ideologiewächter beim ‚Focus‘ nicht mehr gefällt. Irgendeine publizistische Anstandsdame hat man ihm dort kürzlich auch vor die Nase gesetzt, die aber beim Erscheinen des Artikels wohl ihren freien Tag hatte. Weiß man’s also? Wer aber wissen will, um welche Granate es sich bei unserem Focus-Schwabulierer handelt, der darf sich gern die Abrechnung von Dirk Müller mit ihm zu Gemüte führen:

„Wenn jedoch die Inhalte völlig fehlen und die journalistische Leistung sich auf pure Polemik und persönliche Beleidigungen auf Schulhofniveau reduziert, dann wird es höchste Zeit zu reagieren.“

Ich habe mich an dieser Stelle auch schon mit dieser Ausgeburt an Wirtschaftskompetenz dort beim ‚Focus‘ beschäftigt. Das ökonomische Muskelmännchen Ulli Dönch ist – bildlich gesprochen – der Türsteher von der ‚Bar Neoliberallala‘, tief im Rotlichtviertel der Marktradikalen, wo allnächtlich die Fritz-Hayek-Gang randaliert. Der ideale Mann für diese No-Go-Area, wo verlebte Excel-Tabellen jedem Freier zu Diensten sind …

Wird Amerika ‚kommunistisch’?

30. Juni 2015 von Klaus Jarchow

US-Ökonomen schlagen sich auf Tsipras‘ Seite.“

Zumindest dürften sich einige Hormon-Ökonomen und schwäbische Hausfrauen hierzulande jetzt wohl so ausdrücken. Die ‚Bolschewiken‘ von der Syriza sollen ökonomisch auch noch recht bekommen, das empfiehlt uns das Land der Kommunistenfresser. Und die Griechen sollten aus ökonomischer Vernunft mit ‚Nein‘ stimmen. Verkehrte Welt!

Oder ist es nur ein neuer Versuch der ‚Bilderberger‘, Europa in den Abgrund zu stürzen? Ha, ja dann!

Nebenbei bemerkt – die europäischen Verhandler versuchen sich nachträglich einen schlanken Fuß zu machen, indem sie erfundene Dinge in die Welt setzen, die so oder anders nie passiert sind. Die taz hat dazu eine ganz gute Zusammenfassung:

„Rotzfrech gelogen.“

Das spart viel Geld:

29. Juni 2015 von Klaus Jarchow

Der Eurosport-Konzern Discovery bekommt die TV-Rechte für vier Olympische Spiele“.

Wer lügt denn da?

29. Juni 2015 von Klaus Jarchow

Ein milliardenschweres Investitionspaket, das in Wahrheit keines ist: … Auf Seite 1 des Dokumentes ‚Erinnerungshilfe‘ finden sich die von SPD-Chef Gabriel erwähnten 35 Milliarden Euro – allerdings nicht als besonderes Investitionspaket. Die Summe von etwas mehr als 35 Milliarden Euro umfasst die förderfähigen Zuschüsse, die Griechenland in den Jahren 2014 bis 2020 aus dem Strukturfördertopf der Europäischen Kommission abrufen kann – und zwar sowieso, wie andere Länder auch“.

Naja, liebe griechische Kinderchen, da wollen wir mal nicht so sein, dann bieten wir euch auch noch das an, was ihr sowieso kriegt … und ich krieg‘ hier noch das Kotzen. Davon, dass der zunächst bejubelte griechische Vorschlag über und über rot bekleckert postwendend zurückkam, nachdem er der Troika in die Hände fiel, wollen wir schon gar nicht mehr reden. In Wahrheit ist es die Euro-Gruppe, die sich aufführt wie levantinische Teppichhändler.

Das ist übrigens das Selbstverständlichste von der Welt:

„Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras verbindet seine politische Zukunft mit dem Ausgang der Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs des Landes“.

Okay, was ist denn dann? Pasok und Nea Demokrazia würden die Griechen auch nicht gerade wieder wählen … auch nicht nach zwanzig Ouzo. Ich tippe mal auf ‚To Potami‘ …