Die Sprache wächst

29. August 2014 von Klaus Jarchow

In der englischen Sprache gibt es jetzt ein neues Wort deutschen Ursprungs:

“Nervous Europeans, especially Germany’s Putin Verstehers, grouse that their own economies will be harmed more than Russia’s.”

Tscha, Kindergarten, Blitzkrieg, Putin-Verstehers – passt doch. Weit haben sie’s gebracht …

Der Igor Popolochowitsch hat übrigens eine Rede Chamberlains neben eine Rede Steinmeiers gestellt. Ganz erhellend, wie ich finde …

Das wäre übrigens wirklich fies, wo doch die russischen Oligarchen so gern Geldgeschäfte machen:

“The U.K. will press European Union leaders to consider blocking Russian access to the SWIFT banking transaction system under an expansion of sanctions over the conflict in Ukraine, a British government official said.”

Was brüllt übrigens der wackere Alu-Hütler, wenn er erfährt, dass der Putin in die Ukraine eingefallen ist: “Marleeene – die Amis kommen!” …

Folglich ist es wahr:

28. August 2014 von Klaus Jarchow

Moskau und die Separatisten dementieren.”

Nur Trottel glauben, dass diese Stahlwalze in der Ukraine zum Stehen kommt. Lauter Chamberlains … geben wir dem Untier doch ein Stück hiervon und ein Happihappi davon. Das bekommt davon bloß immer mehr Appetit. Ich will den guten, alten Churchill wiederhaben … und verlegt endlich zehn NATO-Divisionen an unsere Ostgrenzen. Und führt die Wehrpflicht wieder ein.

“Sanktionen funktionieren. Russland steht unter großem wirtschaftlichem Druck”, sagte der CDU-Politiker [Elmar Brok]. Die sind alle so VWL-vernagelt, dass sie sich gar nicht mehr vorstellen können, dass da längst jemand auf ‘wirtschaftlichen Druck’ sch…t.

Was spricht man derweil so unterm Alu-Hut? Wäre die CIA nicht auf der Krim einmarschiert, hätten die USA nicht im Donbas eingegriffen, dann würden wir heute mit Russland in Friede und Freude leben. Ja, Eierkuchen …

Sonst noch was? Ach ja:

“Bundesmerkel fordert von Putin eine Erklärung. Erklärung einfach: Es ist Krieg.”

Manche Medien gehen allerdings entschieden zu weit – das möchte ich dann doch nicht sehen:

“Russland lässt alle Hüllen fallen.”

Putin, Lawrow, Dugin und Schirinowski nackt? Äh, bäh! Die Schnellmerker der deutschen Medien wachen allmählich auf und schauen sich erstaunt in der ‘Welt’ um:

“Russische Truppen stehen schon tief in der Ostukraine. Sie zeigen, dass der Kremlchef den Westen immer wieder belogen hat.”

Ach, wirklich? Hat er das? Also nee! Also doch!

In Mariupol wartet inzwischen eine vieltausendköpfige Menge auf ihre Befreier. Aber – oops! – die tragen ja ukrainische Flaggen … was soll das denn? Da verrutscht einem Alu-Hütler doch glatt das Weltbild. Gut übrigens der Beginn der UN-Sicherheitsrats-Debatte durch den Vertreter Litauens:

“The non-existent Donetsk People’s Republic.”

Sprachwandel

28. August 2014 von Klaus Jarchow

Ich bin ja gespannt, wann unsere konzilianten Politiker und die allseits verzeihungsbereiten Leidmedien das erste Mal von einer ‘russischen Invasion’ sprechen werden. Aber ach, sie scheinen zu glauben, dass das, was sie nicht sagen oder schreiben, auch nicht stattfände. Sprachmagiegläubige, allesamt:

“The city of Novoazovsk has been captured by Russian troops, the commander of the 5th special Donetsk unit of the Dnipro-1 battalion Volodymyr Shypov stated on Channel 5 on Wednesday, August 27, as reported by Ukrainska Pravda. “At present the city of Novoazovsk has been captured by Russian troops and is being blocked by tanks. Residents are prohibited from exiting. Tomorrow, according to Russian military, a cleanup of the city is planned,” he said.”

Merke: Der Pessimismus ist seit Anno Schopenhauer die einzig angemessene Weltanschauung. Trotzdem kann sich ein Pessimist nie darüber freuen, Recht behalten zu haben. Es ist eine Weltanschauung, die ihre Anhänger keineswegs mit Freude oder Befriedigung belohnt. Immerhin schützt sie vor Illusionen. Zweite Merkregel – bei notorischen Lügnern ist immer das Gegenteil wahr:

“Moskau wies Vorwürfe einer geplanten Annexion der umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk abermals zurück. „Wir sind nicht daran interessiert, den ukrainischen Staat zu zerstören“, sagte Außenminister Sergej Lawrow.”

Hier noch die neueste Kreation aus den russischen Lügenschmieden – die russischen Soldaten machen doch nur Ferien an der Front:

“Ein Separatisten-Anführer bestätigt: Russische Soldaten kämpfen in ihrem Urlaub mit uns.”

Und die Panzer nehmen sie mit, so wie andere Leute ihr Surfbrett … und wenn Russland vor irgendetwas ‘warnt’, dann sollten wir dies jetzt tun. Es wird auch Zeit, dass der UN-Sicherheitsrat zusammentritt. Ein Mitglied dort, das ‘Konfliktpartei’ ist, verliert automatisch sein Veto-Recht. Diese Praxis hat übrigens auch Russland gebilligt und unterschrieben … und das dürfte auch der höhere Grund sein, weshalb der Kreml so verzweiflungsvoll jede direkte Beteiligung zu leugnen versucht. Eine russische Funktionärin aus der Putin-Riege hat jetzt das Buh-Wort in den Mund genommen:

“Ella Poljakowa, Mitglied im Menschenrechtskomitee von Wladimir Putin, spricht von einer Invasion der Ukraine. “Wenn Menschenmassen unter Befehlshabern auf Panzern, Mannschaftstransportwagen und unter Einsatz von schweren Waffen auf dem Territorium eines anderen Landes sind, dann halte ich das für eine Invasion”, sagte Poljakowa der Nachrichtenagentur Reuters.

Die dürfte demnächst wohl mit unbekanntem Ziel verreist sein … die Position einiger der russischen Truppen wurde jetzt auch eindeutig ‘geolocated’ – dem verfluchten Internet sei dank: Aus der Schlinge kommt der Putin jetzt nicht mehr raus. Damit also dürfte Russlands Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat endgültig dahin sein …

So wird das nichts …

27. August 2014 von Klaus Jarchow

Grund für die Sparmaßnahmen sei die “laufende strategische Transformation” hin zu mehr multimedialen Inhalten, erklärte Vorstandschefin Julia Jäkel. “Wir verlieren an absoluten Zahlen und wir verlieren an Umsatz. Das ist in dieser Dimension für Gruner + Jahr wirklich neu.” Jäkel kündigte weitere Investitionen in das Digitalgeschäft und weitere Zukunftsprojekte an.”

Gut, da beim ‘Stern’ haben sich allzuviele Journalisten sicherlich in wohlversorgte Sesselpupser verwandelt. So weit, so einsichtig. Aber wie die Verlagsgranden sich das immer vorstellen: Da wollen sie ‘Zukunftsprojekte’ starten und immer mehr ‘Inhalte generieren’ auf einer ganz neuen technischen Basis, während sie gleichzeitig 400 Leute rausschmeißen? Ich finde das gaga. “Wenn du einen Erfolg erreichen willst, dann musst du erst einmal viel Geld in die Hand nehmen”, das ist doch eine probate Weisheit aus Opas Tagen. Sie müssten also in ihre Zukunft kräftig investieren, und den Shareholder-Value ein paar Jahre ruhig Shareholder-Value sein lassen. Mit einem Wort: Auch das geht absehbar mal wieder schief. Read my lips!

Was mich immer wundert, ist die Arroganz, mit welcher die Kollegen solches Geschehen dann kommentieren. So, als hätte ihr Medium die Klippe des Medienwandels längst umschifft. Hier Gabor Steingart vom ‘Handelsblatt’ in seinem Newsletter vom 28. August:

“Der Hamburger Zeitschriftenkonzern Gruner + Jahr (Stern, Brigitte, Geo) will jeden sechsten seiner insgesamt 2.400 Arbeitsplätze einsparen. Dennoch ist der Unmut der Belegschaft gegenüber G+J-Chefin Julia Jäkel unbegründet. Sie zieht nur einen Schlussstrich unter die verlorenen Jahre ihrer Vorgänger, die den Weg ins Digitale verschliefen und sich an die Papierwelt klammerten wie der Eisbär an die schmelzende Scholle.”

Zur Klarstellung: “Das Handelsblatt hat ebenso wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 24,8 Prozent gesunken.” Und das, obwohl die Konkurrenz der ‘Financial Times’ vom Markt verschwand …

Zeit für den nächsten Hilfskonvoi

27. August 2014 von Klaus Jarchow

Irgendwer muss die Leichen der armen Kerle ja abholen, die dann ganz stiekum ‘auf geheiligter russischer Erde’, in Pskov oder so, ohne großes Trara verscharrt werden. Denn sie dürfen ja gar nicht da gewesen sein, wo sie den Tod fanden.

Ein schönes Beispiel für die alu-hütlerischen Denkbemühungen und für die Kausalitätsumkehr mit quietschenden Reifen bietet uns dieser Kommentator bei SpON. Die NATO erwägt bekanntlich, in Polen und den baltischen Staaten künftig mehr Präsenz zu zeigen, sagt zumindest Rasmussen:

“Das Vorhaben sei eine Reaktion auf die Ukraine-Krise, schreibt der Guardian.”

Also ERST die Ukraine-Krise und Russlands offensichtliches Engagement dort, DANN erst eine stärkere NATO-Präsenz in Polen usw. als Reaktion auf Putins invasorisches Säbelrasseln.

Unter einem Alu-Hut verkehrt sich aber prompt diese Kausalität, logisch gesehen einer der größten Fehler, die ein menschlicher Kopf überhaupt begehen kann, gewissermaßen ein Kurzschluss im Schaltkreis als Folge der Überlastung eines unterdimensionierten Gehirns, das für Logik gar nicht ausgelegt ist:

“Dann ist jetzt endlich raus worum es seit Anfang an gegangen ist – die NATO Osterweiterung unter Umgehung der existierenden Verträge.”

Also ERST gäbe es den natürlich geheimen NATO-Masterplan von dem niemand nichts weiß, außer diesem Meisterdenker, DANN erfolgte Putins absolut verständliche Invasion in der Ostukraine.

Ganz abgesehen davon, dass auch sonst so ziemlich alles sachlich falsch ist in dieser Wirrsal eines Economy-Gehirns: So wurden bspw. nirgends ‘Verträge umgangen’, die Zwei-plus-Vier-Verträge bezogen sich einzig und allein auf das Gebiet der ehemaligen DDR. Polen und die baltischen Staaten durften sich hingegen völkerrechtlich verbünden, mit wem sie wollten. Schließlich sind es souveräne Staaten. Zweitens haben all diese Staaten höchstselbst die Aufnahme in die NATO beantragt, aus einer historisch absolut begründeten Furcht vor ihrem russischen Nachbarn. Sie wurden also nicht in die NATO hineingezwungen – von den ‘Yankees’ oder wem auch immer. Und drittens fand diese ominöse ‘NATO-Osterweiterung’, die jetzt als große Novität unterm Alu-Hut ausgeschrien wird, längst schon statt. Derzeit geht es nur um eine stärkere militärische Präsenz auf bestehendem NATO-Gebiet, um eine Verschiebung von Truppenverbänden also. Die allerdings auch dringend geboten ist, angesichts der russisch-eurasischen Gelüste.

Noch was? Ach ja, hier hat sich ein klarer Kopf die Mühe gemacht, sein Hirn dem russisch gelenkten Mainstream-Journalismus 24 Stunden lang auszusetzen:

Dann folgt die richtige russische Abrechnung. Beitrag um Beitrag führen den Beweis, dass die Ukraine seit der Loslösung von Moskau alles falsch gemacht hat: Bevölkerung schrumpft, nur die Republik Moldau ist ärmer, zwei nutzlose Revolutionen, Oligarchen bestimmen alles, Schuldensumpf, Korruption, keine Meinungsfreiheit, um die Pressefreiheit ist es nur im Irak und in Afghanistan schlechter bestellt, Antisemitismus, eine zerfallende Armee und zu guter Letzt die absolute Unfähigkeit der neuen Regierung Poroschenko, einen souveränen Staat aufzubauen.”

Willkommen in Fantasia-Land! Klingt für mich fast nach einer Selbstbeschreibung … die Psychologen haben einen Fachausdruck dafür: Projektion. Dieser Kommentator bei reddit hat übrigens einen guten Vorschlag für Putins Kriegs-Operetten-Dramaturgie:

“Russia’s new anthem: ‘Oops, I did it again’.

Ab heute haben wir einen offenen Angriffskrieg Russlands, wenn sich die einhundert Panzer im Südosten bestätigen. Gestern sagte diese Pappnase noch: “Ich werde alles tun, um den Friedensprozess zum Erfolg zu bringen, wenn er beginnt.” Tscha, und jetzt hat er offensichtlich begonnen, falls die russischen Panzer rollen. Wo bliebe die sofortige Abberufung des deutschen Botschafters in Moskau, die Ausweisung des russischen Botschafters hier … und dann erst einmal Sendepause, bis Putin anklingelt und nicht ewig umgekehrt, während die Unterstützung für die Ukraine ins Rollen kommt? Was mit den Börsen ist? Gut, das ist für manche dann mal ein Schlag ins Portfolio. Meister Röhrich hatte eben doch recht: “Eeeeckhardt, die Russen sind da!” Manche drücken sich da sehr viel drastischer aus: “Scoundrels and scum are leading Russia. There are no other words.” Das liegt vielleicht daran, dass es ein Russe sagt …

Putin, der Staatenbauer

26. August 2014 von Klaus Jarchow

Vladimir Putin’s Crimean Anschluss which was intended among other things to highlight or promote divisions among Ukrainians about the status of their country has had exactly the opposite effect: It has boosted the share of supporters of independent statehood from 83 percent to 90 percent, the highest ever.”

Wie’s eben so ist: Wenn jenseits der Grenzen jemand randaliert, dann formt sich im Innern eine einige Nation … gut ist auch diese Stilfibel als Wegweiser zu einem korrekteren Sprachgebrauch:

“local pro-Russian militia’ = Russian mercenaries
‘rebels’ = Russian mercenaries
‘pro-Russian separatists’ = Russian mercenaries
‘local self-defense forces’ = Russian mercenaries
‘Ukrainian separatists’ = Russian mercenaries”

(der Text beschäftigt sich dann auch mit anderen Stilblüten unserer gebenedeiten Presse).

Diesen russischen Helikopter gab es vermutlich auch in Donezk auf dem Flohmarkt. Allerdings geht mir diese mittelalterliche Kosakensymbolik bei all den neu aufgestellten ukrainischen Freiwilligenbataillonen auch auf den Senkel. Gut, aber die Ukraine ist nun mal nicht Russland, sondern historisch Europas Kosakenstaat gewesen.

Oh Gott – die Desperados haben jetzt ja gar keinen Regierungschef mehr, der zieht plötzlich das Exil im Hinterland vor. Muss dort schlimmer stehen, als ich dachte:

“The self-proclaimed “people’s governor” of the so-called Donetsk People’s Republic (DNR) has fled to Russia, following his fellow terrorists. … Another DNR official, Tetyana Dvoriadkina, stated that she had heard of Gubarev’s departure but did not know where he went. “Gubarev really has left Donetsk. They said he went to Rostov,” she said.”

Aber, aber, liebe Berichterstatter – ‘geflohen’ ist der tapfere Mann sicherlich nicht, der hatte wohl nur ‘unaufschiebbare Termine’. Tscha, und am Asowschen Meer haben die russischen Panzer auch wieder den Rückwärtsgang eingelegt – zumindest diejenigen, die überhaupt noch fahren können. Schon aber rattern über Torez neue Tanks in die große Schrottmühle. Nachschub für die Stahlwerke in der Ostukraine, auch eine Form von Entwicklungshilfe … die Moral der russischen Truppen in diesem Krieg ist jedenfalls unglaublich hoch:

“Senior Lt. Mikhail Milenko, commander of the platoon, ran away from battle and went into hiding, leaving his subordinates behind. They decided to try to break out on their own but wound up surrounded soon afterward and were forced to surrender to the ATO forces.

Ich muss immer öfter an die Schlacht von Valmy denken … ganz erhellend sind auch die langen Verhörprotokolle mit den verhetzten russischen Armeeangehörigen, die jetzt in ukrainischer Gefangenschaft sitzen:

“Dear Russians, we are all fooled and brain-fucked. That’s what I have to say. It’s all different here in reality. Not like we are told on TV. That we, regular guys, who are told and who get it done … We go here like the cannon meat. Not knowing why and for what. That’s all…”

Pffft – angeblich stünden keine russischen Truppen auf ukrainischem Boden … lachhaft! Wie lange wollen die im Kreml ihre Märlein noch durchhalten?

Noch nicht einmal gelogen

25. August 2014 von Klaus Jarchow

But Lavrov dismissed the claims, saying: “I haven’t heard about it.”

Der Herr kriegt ja so manches nicht mehr mit … und abgestritten hat er das Geschehen mit diesem Satz ja keineswegs. Das ist ein Null-Dementi sozusagen: Es klingt nur so, als wäre es eins. Möglicherweise hat er gesagt: “Macht, was ihr wollt. Aber ruft mich bloß nicht deswegen an.”

Blind ist der Lavrov übrigens auch: “I didn’t see anything.” Alle drei Affen in einer Person sozusagen … und prompt auch wieder falsch: Plappern tut er ja noch.

Die offene Invasion ist da

25. August 2014 von Klaus Jarchow

This means a turning point in the conflict. Russia is now fighting openly with its regular army and is pushing Ukraine back into the defense, if not overrunning it.”

Oh, wie schön wird Novorossija!

Bildausschnitt: Map of Ukrainian Unrest

Bildausschnitt: Map of Ukrainian Unrest

Genfer Konvention in Fetzen

24. August 2014 von Klaus Jarchow

Mein Gott, hirnbefreite Menschenaffen – um den Ausdruck ‘Kartoffelkäfer’ hier mal zu vermeiden – haben soeben ungefähr 60 ukrainische Kriegsgefangene mit aufgepflanztem Bajonett durch die Straßen von Donezk getrieben. Und die begleitende Rentnerkombo, die von ihrer goldenen Jugend und vom Väterchen Stalin träumt, brüllte was von Faschisten. Aber gut, all diese Desperados, die den Zug begleiteten, sind auf den Videos ja bestens zu erkennen. Beweiskräftige Verstöße gegen die Genfer Konvention werden später dann wohl in Den Haag geahndet …

Mariupol scheint das nächste Ziel zu sein, das diese kranken Figuren jetzt mit ihrer frisch gelieferten russischen Militärmaschinerie gewaltsam ansteuern. Jedenfalls gibt es Berichte von einem großangelegten Ausbruchsversuch aus den Kesseln gen Süden.

Irgendwie kann ich’s verstehen: Die Lage in Luhansk und Donezk wird zunehmend unhaltbar, beim Plündern ist auch kaum noch etwas zu holen. Mariupol dagegen liegt an der Küste. Der russische Nachschub – äh, die ‘humanitäre Hilfe’ natürlich – wäre damit konstant gesichert. Außerdem gibt es dort die schönen Oligarchenvillen vom Herrn Akhmetov für das söldnerische Lotterleben. Und im Falle eines Falles kann man problemlos übers Meer in das große Vaterland aller Lügner, Desperados und Regulatoren entfleuchen.

Wer immer noch nicht glauben will, welcher Mob dort in den ‘Volksrepubliken’ reg(ul)iert, der möge sich diese Fotostrecke antun …

Mehr davon!

24. August 2014 von Klaus Jarchow

Dass RT, früher Russia Today, bald eine Sendung auf Deutsch ausstrahlen wird, ist schon seit Längerem bekannt. … Länger bekannt ist auch, dass sich deswegen schon die „Mainstream-Medien-Kritiker“ fast ins Höschen machen vor lauter Freude. Das erklärt sich unter anderem aus dem Programm von RT, das daraus besteht, Verschwörungstheorien einen vermeintlich seriösen Anstrich zu geben.”

In der Folge kriegt dann der Jürgen Elsässer gewaltig was auf die Glocke … und dass die Alu-Hütler jetzt einen eigenen Kanal bekommen, ist doch auch eine Nachricht wert. Warum nur finden sich solche Artikel nicht in dieser ominösen ‘Mainstream-Presse’?