No Names (36)

22. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Pegida, Putin oder gar Pazifisten mit weichgespülten Nazi-Sprüchen … manchmal wächst mir all der aktuelle Wahnsinn über den Kopf. Dann ist es Zeit für den Sitzgeiger Andrew Bird, um meine Seele wieder zu erden:

Für den Zettelkasten (41)

22. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Putinism, in other words, is communism minus the pretense that all animals are equal.
(Matt O’Brien, The Washington Post)

Kann Pegida doch sprechen?

22. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Mit euch ins KZ” und “Waffen SS”: Unbekannte sind auf den Rohbau einer Moschee geklettert und haben die Mauern beschmiert.

Zumindest wirken diese braven Bürger wohl als ‘Muntermacher’ … treffender Video-Kommentar jedenfalls vom Robert Misik:

“Die offene Gesellschaft verteidigt man nicht, indem man vor den Feinden der offenen Gesellschaft den Schwanz einzieht und ihnen das Gefühl gibt, ihre Anliegen wären schon irgendwie berechtigt.”

Per Dativ zum ‘Stern’

22. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Unge habe sich laut Mediakraft jedoch nicht an Absprachen gehalten und schädige damit dem gesamten Netzwerk.”

Nein, kein Tippfehler. Dieser Teufel hätte nicht gleich zweimal zugeschlagen …

Welcher ‘politische Prozess’?

21. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Die neuen Sanktionen der USA und Kanada befeuern die Krise nach Ansicht der russischen Regierung weiter. “Die Maßnahmen zielen darauf, den politischen Prozess zu stören”, erklärte das Außenministerium in Moskau am Samstag.

Monatelang nix tun, was hilfreich wäre, aber in die politische Landschaft quaken …

Falscher Alarm

21. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Da hat sich also ein RTL-Reporter unter die Pegidas begeben, um an O-Ton und Statements zu kommen (Vorgang hier). Unnötigerweise, wie ich hinzufügen möchte, denn “diese Bio-Deutschen” halten sich ja keineswegs an die verabredete Omertá, sondern sie reden sich selbst in einem wahren Bekennerdrang um Kopf und Kragen. Wem der Deetz voll Grütze steckt, dem geht eben das Maul über …

Dieser Reporter radebrechte dann gleichfalls anti-islamisches Zeug in dieses Panorama-Mikrofon hinein, vorgeblich, um seine völlig unnötige Tarnung aufrecht zu erhalten, wobei er inhaltlich das Klischee vom vermuteten Pegida-Brabbel bediente. Womit er ja auch keineswegs daneben lag. Denn die anderen, die ‘echten’ Panorama-Statements, die niemand bisher bestreitet, die kamen noch viel wirrer und bösartiger daher. Das geäußerte Klischee entsprach also vollumfänglich der Realität.

Große Aufregung seither im Medien-Stadl. Darf der das? Darf er Kollegen täuschen? Ferner dürfen sich alle Pegida-Hanseln seitdem gnadenlos missverstanden fühlen: Man könne doch mal wieder sehen, zu welchen Gestapo-Methoden der verruchte Mainstream-Journalismus greife, um wahre Volksbewegungen zu diskreditieren. Liebe Käsglocken-Deutsche, so etwas hat der Journalismus gar nicht nötig. Es gibt genügend unbestrittene Äußerungen aus eurer Mitte, die zeigen, welch Geistes Kind ihr seid. Wobei mir allenfalls das Wort ‘Geistes Kind’ ein wenig hoch gegriffen scheint …

Der Journalismus aber hätte besser daran getan, den Vorfall gar nicht erst an die große Glocke zu hängen, weil jeder dieser Wirrköpfe jetzt einen untauglichen Beweis in Händen schwenkt, um das neuartige Lied von den bösen Medien zu singen. Kurzum: Da hat der Journalismus mal wieder ein echtes Eigentor geschossen.

Und dem RTL-Menschen sei gesagt, dass es genügt hätte, ein Russia-Today-Mikro in die Hand zu nehmen, so wie es die ‘heute-show’ tat, um jede Menge aufgeguseltes Gestammel im O-Ton einzufangen. Gelenkte Staatsmedien à la russe verwandeln jeden Pegida-Mitläufer in eine Quasselstrippe. Schlecht imitierte Wallraff-Methoden waren also in dieser Situation ‘goar nüch nödich’.

Zum ‘Fall Edathy’

20. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Wer was wann wo zu wem mit welcher Absicht in Berlin gesagt hat, das soll mich hier nicht weiter interessieren. Mich beschäftigt vielmehr die Exzeptionalität, die dem ‘Kinderschänder’ ständig zugeschrieben wird:

“Internationale Studien gehen davon aus, dass bei etwa 1 % aller erwachsenen Männer eine primärpädophile Ausrichtung vorliegt.”

Das wären – pi mal Daumen – allein in Deutschland dann also um die 400.000 Männer, was schon fast der Einwohnerzahl Nürnbergs entspricht. Von denen die meisten dann allerdings nie ‘übergriffig’ werden. Die Crux liegt hier im Begriff ‘primärpädophil’. Denn dort, wo sich die Gelegenheit bietet, nimmt die Zahl der pädophilen Kontakte erheblich zu. Im katholischen Großreich der Chorknaben wie auch in progressiveren Erziehungseinrichtungen.

Als bspw. die US-Armee sich den italienischen Stiefel hinaufkämpfte, kam es regelhaft nicht nur zu Vergewaltigungen, sondern auch zu einer Vielzahl von entlohnten Sexdiensten (gegen Cadbury und Kampfrationen, weil damals bitterer Hunger in Italien herrschte). Die Mehrzahl der Frauen, die daraufhin schwanger wurde oder unter Geschlechtskrankheiten litt, das waren dann Mädchen zwischen zehn und vierzehn Jahren. Die Deutschen waren im übrigen in sexueller Hinsicht keineswegs besser, und ähnliches gilt auch für bestimmte Bezirke Bayerns in der unmittelbaren Nachkriegszeit, als die Amerikaner und Marokkaner dort hausten, vom osteuropäischen Raum ganz zu schweigen.

Man könnte also durchaus den Verdacht hegen, dass der Mann generell gern zu ‘Frischfleisch’ greift, dort, wo er dies ungestraft tun darf. Und zwar nicht nur der greise Berlusconi auf seinen Bunga-Bunga-Parties. Wer über Pädophilie redet, müsste also über bestimmte Aspekte der männlichen Sexualität reden.

In diesen Zusammenhang spielt für mich dann auch hinein, dass junge Frauen, um dem männlichen Schönheitsideal zu entsprechen, sich oft einen besonders knabenhaften Körper anhungern. Vielleicht auch, dass sie sich – aus angeblich modischen Gründen – die Schamhaare abrasieren. Und was lässt den deutschen Mann eigentlich so thaifrauen-fixiert in den Sexbomber steigen? Ist es wirklich nur die ‘Demut’ dieser Frauen? Oder spielt vielleicht das ‘Kindchen-Schema’ dort hinein? Welche Pornoseiten mit wie geformten ‘Models’ besonders häufig frequentiert werden, harrt ferner der Forschung. Es gibt einfach zu viele Indizien dafür, dass eine latente pädophile Affinität einer generellen Männerfixierung nahe kommen könnte. Die Grenze ist hier eher diffus als klar gezogen …

Vielleicht ist das Ballyhoo deshalb so groß, weil dann, wenn der einzelne Täter nicht länger der Satan wäre, sondern eher der aus dem Ruder gelaufene Normalo, die Grundstrukturen der männlichen Sexualität durchdekliniert werden müssten. Dass also dann ein echtes Tabu zerbräche. In jedem Fall aber ist viel Verlogenheit dabei.

Die Schlinge wird enger

20. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

According to Westerbeke, metal parts have been found in the remains of some of the victims. Those part “do not seem to correspond to the material of the airplane. They therefore could be from a projectile with which MH17 was hit. The investigation which is needed to get more clarity is complicated and time-consuming.”

Tscha, jetzt noch ein Materialvergleich der verwendeten Munition, dann können unsere ‘Truther’ sich mal wieder mit eingezogenem Schwanz trollen. Ich frage mich immer, ob sie das, was sie monatelang herauströteten, wohl selbst mal geglaubt haben …

Auch Russlands Wirtschaftskrise ist wohl eher eine Systemkrise, diejenige einer hochkorruptiven Oligarchie, denn es gibt keinen anderen vernünftigen Grund, weshalb sonst Russland solch hohe Auslandsschulden haben sollte, zahlbar in Dollar oder Euro:

“Usually, the way a country ends up with a lot of foreign debt is by running trade deficits, using borrowed funds to pay for imports. But Russia hasn’t run trade deficits. On the contrary, it has consistently run large trade surpluses, thanks to high oil prices. So why did it borrow so much money, and where did the money go? Well, you can answer the second question by walking around Mayfair in London, or (to a lesser extent) Manhattan’s Upper East Side, especially in the evening, and observing the long rows of luxury residences with no lights on — residences owned, as the line goes, by Chinese princelings, Middle Eastern sheikhs, and Russian oligarchs. Basically, Russia’s elite has been accumulating assets outside the country — luxury real estate is only the most visible example — and the flip side of that accumulation has been rising debt at home.

Genau, der gigantische Rohstoffgewinn wird von einigen Wenigen ‘privatisiert’, für alles andere hat der Staat Schulden gemacht. Jetzt fällt das Kartenhaus zusammen, eine argentinische Situation … und wenn jemand das Kartenhaus ein ‘Kartenhaus’ nennt, dann geht es ihm, wie dem Alexej Navalny. Hier seine Rede, bevor er in Sibirien verschwindet:

“The more a person contributes to lying, the more lying he encounters. Lying has become the essence of the state. Yesterday, Putin spoke and said, ‘We have no palaces!’. But we have been photographing three of them in a month! Why put up with this lying? … Life has no point if you put up with lying. I will never agree with the system built in this country. It is constructed so as to rob everyone who is in this room. It is a real junta. … And people have the lawful right to rise up against the junta which has grabbed everything. We have allowed them to rob us and turn us into cattle. What have they paid us for this, what have they paid you, who are looking at the table, for this? Do you have schools? No. Do you have health care? No. Roads? No. Some kind of salaries for the jury? No, you are being robbed every day. I can’t go on tolerating this. I will go on standing as long as is necessary, here, at the cage, or inside it.

Gauland erblindet?

19. Dezember 2014 von Klaus Jarchow

Bei den Pegida-Demos in Dresden marschieren auch viele AfD-Mitglieder mit. … Rechtsextremisten will [Gauland] in der sächsischen Landeshauptstadt nicht bemerkt haben.

Okay, er könnte natürlich auch Augenklappen getragen und Ohropax verwendet haben …

“Russland ist ein wilder Bär …”

19. Dezember 2014 von Klaus Jarchow
Foto: Wikimedia, CCL

Foto: Wikimedia, CCL

Vladimir Putin compares Russia to cornered bear …