Muss ich das nun verstehen?

Nö - das muss ich nicht:

“Helene Hegemann zeigt sich darin ganz als Kind einer Kultur, die das Collagedenken des Dadaismus und die postmoderne Intertextualität in die Ära des popmusikalischen Sampling und der Mashup-Ästhetik des Internets überführt hat.”

Eine literarische Transportunternehmerin also …

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5 Antworten zu “Muss ich das nun verstehen?”

  1. Axel sagt:

    Wie wär’s damit:
    Auf den Wogen der Blogosphäre plagiiert HH, sich auf Inspiration und die insuffiziente Untermiete im eigenen Kopf berufend, urbane Umnachtungsprosa auf Basis androgyner Adoleszensgespinste.

  2. Klaus Jarchow sagt:

    Mit 17 hat man noch Träume, aber leider auch noch keine Ahnung, außer von Copy & Paste: So entstand ein bezaubernder Patchwork-Roman voll altbekannter Abschriften, der auf kongeniale Weise von ebenso simpel gestrickten Feuilletonisten als Einblick in die seltsame Welt der Adoleszenz abgefeiert wurde. Von besonders Verblendeten auch noch der Enttarnung: “Helene Hegemann, der neue Shootingstar der Literatur, hat abgeschrieben. Na und? Das haben schon ganz andere vor ihr getan. Die Plagiatsdebatte um ihren Roman “Axolotl Roadkill” ist naiv: Publikum und Kritiker wollen hinter die Errungenschaften der Moderne zurück.”

  3. Dierk sagt:

    Ich erinnere mich daran, dass die üblichen Verdächtigen, die genannt werden, wenn es ums Abschreiben geht - Goethe, Shakespeare [hey, das ist meiner!], Kempowski, T. Mann - alle etwas Eigenes geschaffen haben. Nun hatten die alle Lebenserfahrung, etwas zu sagen oder riesiges Talent. Die wären wohl kaum auf die Idee gekommen, sich zu verteidigen mit ‘originell geht nicht, echt muss sein’. Wobei sie da vermutlich noch authentisch meint.

    Wobei die Selbstüberschätzung einer 17-jährigen das kleiner Problem ist, wir haben in dem Alter alle geglaubt, uns kann keiner was sagen, wir wissen schon alles und sowieso. Der Verlag hat das arme Mädel den Löwen zum Fraß vorgeworfen, die Stimmung vorher kräftig angeheizt. Und die Löwen waren sich natürlich nicht zu schade, erst kräftig zu brüllen, dann zuzubeißen.

    Kino ist Event, Theater ist Event, Literatur ist Event. Alles ist Event. Und die Claquere bestimmen das Pogrom.

  4. Klaus Jarchow sagt:

    Was aber soll aus jemandem werden, der schon mit 17 Jahren mal als vermeintliches und dabei doch nur kopierbegabtes Wunderkind kurzfristig am Ruhm schnuppern durfte, und dann - plötzlich von den gleichen Kritikastern abgeschossen - noch 50 bis 60 Jahre ein Durchschnittsleben auf dem Normalasphalt mit Mittelstreifen vor sich hat?

  5. Dierk sagt:

    DSDS-Kandidat

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