Unschreiben für Anfänger
Samstag, 12. September 2009Ihr schießt da plötzlich was durch den Kopf, was glücklicherweise nicht aus Blei ist, sondern sich bloß in einen Blogbeitrag verwandelte:
.. noch einmal “memory” (siehe unten), jetzt aber von der anderen Seite, mehr so “.. bloß nicht!”:
Ungebeten drängt sich ihr da inmitten der Strandlust von anderer Seite ein unbekannter Gast auf, der die schönste Erinnerung ‘in’n Tüddel’ bringt:
“Plötzlich beim Lesen stand dieser Satz letzten Samstag in der sonnenflirrenden Luft am vollgepackten Strand des Liepnitzsees und verhedderte sich mit seiner tiefen Melancholie so unpassend in den Sommertag, dass er vorgelesen werden musste”.
Das folgende Binnenzitat schenken wir uns einfach mal, alldieweil die Autorin ihre Philippika lauthals den erstaunten Badegästen dort entgegendonnert. Sie wird diese schon ‘voll gepackt’ haben! Wir aber widmen uns - dieser Text kennt kein Verweilen - stattdessen dem Genre der Buchreisen, dieser preiswerten Tourismus-Alternative für den kleinen Geldbeutel:
Sebald, der in diesem Buch durch Großbritannien reist, referiert hier den englischen Autor Thomas Browne, der dadurch genau das ja gerade nicht wird, was er herbei ruft: vergessen.
Ja, auch für mich sind’s unvergessliche Sätze, vor allem das ‘referiert’, auch wenn’s mich danach eher zum Underberg als zum Biere drängte:
Ziemlich dark und seltsam, aber irgendwie dann doch auch schön - und das Wetter spinnt vielleicht, aber Schnee, nein. Soweit geht das Elend dann doch nicht. Also raus. Let’s have a beer.
Was hat sie gesagt? Wo gibt es Schnee?
