Auf Kooptech gibt es einen lichten und lesenswerten Artikel, der die populistischen Panikattacken gewisser Wissenschaftler angesichts von Open Access analysiert, die ihre reale Ursache in der Realität einfach nicht finden wollen. Faktisch werden diese Figuren mit ihrem gequirltem Cocktail à l’ignorance, einem Gebräu aus allerlei sachlich Unzusammenhängendem, nämlich nur erreichen, dass die alten Enteigner in den Wissenschaftsverlagen NICHT endlich mal enteignet werden. Autoren bleiben ihnen weiterhin auf Gedeih und Verderb – vor allem aber rechtelos und daher ohne Einkünfte – ausgeliefert. Derartige Themen, die weit ins Terrain des Paragraphenbewehrten hineinreichen, sind zwar an Rasanz leicht zu übertreffen, trotzdem sollten sich alle Schreiber mit den Veränderungen der publizistischen Landschaft gelegentlich befassen, sonst verhalten sie sich wie jenes verdurstete Zebra, das all das, was auf der Steppe und am Wasserloch vorging, für uninteressant hielt: “Verleger und Autoren wehren sich auf Initiative des Heidelberger Professors Roland Reuß gegen eine „Enteignung“ durch Google und Open Access. Ihre Argumentation ist haarsträubend, voller Fehler und gefährlich“.