Eine Tonne Popcorn, bitte!

Wenn Sie bis zum 1. August keine Bestätigungserklärung bei uns hinterlegen, werden Ihre Inhalte ab diesem Datum nicht mehr in Google News angezeigt.“

Tscha, die wollen einfach nicht dafür bezahlen, dass sie kostenlose Werbung für Verlagsinhalte machen. Da drohen uns jetzt wohl redaktionelle Schlangentänze und ein bemühter Verleger-Limbo … elegant wird das sicherlich nicht. Aber durchaus unterhaltsam …

Die Truppe bei der ‚Zeit‘ hat da übrigens gleich was falsch verstanden: „Google beugt sich der deutschen Bürokratie.“ Nö – beste Redaktions-Miliz, wenn ihr dem Vertrag zustimmt, kriegt ihr keinen Cent, und wenn ihr nicht zustimmt, kriegt ihr auch keinen. So ‚rum wird ein Schuh draus! Nur werdet ihr im letzteren Fall noch nicht einmal mehr gefunden. Kurzum – diese bösen Kalifornier drücken einfach kein Geld ab – und das strikt im Rahmen eures famosen Gesetzes. Und ums Geld ging’s euch ja schließlich … mit der Wasserpistole eines zahnlosen LSR lässt sich das aber nur schlecht eintreiben. Da lachen sich die Ladeninhaber nur über euer ‚Moskau Inkasso‘ schlapp.

Anders die taz, die immerhin gleich kapiert hat, welcher Torpedo da im weithals geöffneten Laderaum der ‚HMS Springer‘ eingeschlagen ist: „Leistungsschutzrecht für Verlage: Google trickst sie alle aus.“ Und was sagt Google selbst dazu: „Selbstverständlich können Verlage jederzeit entscheiden, ob sie ihre Inhalte aus Google News entfernen.“ Das finde ich wahrhaft honorig: Sie geben den Verlegern jede denkbare ‚Freiheit‘. Nur noch immer keine Sterntaler.

Kuckuck! – Gibt nix mehr!
wikimedia, Per Ole Hansen, Artikel ‚Kuckuck‘, GNU Lizenz

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10 Antworten zu “Eine Tonne Popcorn, bitte!”

  1. vera sagt:

    Was für ein Affentheater. Aber wenigstens weiß ich bei einer Tonne dann schon, woher ich nötigenfalls Nachschub kriege. Lehnen wir uns also bequem zurück – es wird sicher nett.

  2. #LSR · Eine Tonne Popcorn, bitte! — Carta sagt:

    […] “Leistungsschutzrecht für Verlage: Google trickst sie alle aus.”   Das Popcorn ist im Stilstand gebunkert. Foto: Wikimedia, Per Ole Hansen, Artikel ‘Kuckuck’, GNU-Lizenz   Google […]

  3. pantoufle sagt:

    Wenn ich mich auch noch einladen dürfte… ich hab in diesem Fall zwar eine extrem lange Leitung gehabt, bis ich den Witz kapiert habe, grinse jetzt aber umso breiter.

    Bringe Bier mit.

  4. Duckhome sagt:

    Google haut der Springer auf der Finger…

    Friede Springer dürfte heute Morgen am Frühstückstisch wohl wenig Appetit entwickeln, wenn sie die neuesten Nachrichten aus Merkels Neuland hört. Da haben ihre Hansel mit den gekauften Politikern so ein wunderschönes Leistungssc…

  5. hardy sagt:

    ich warte jetzt eigentlich nur noch auf den moment, in dem google von _denen_ erwartet, daß sie reklame für die machen.

    _dann_ hole ich das popcorn raus 😉

  6. hardy sagt:

    oops. „geld“ fehlt in dem satz.

    ich erwarte, daß google von denen geld für die reklame verlangt. die war ja bislang kostenlos. könnten sich die verlage aber was kosten lassen …

  7. Tante Jay sagt:

    Habt ihr noch ein Plätzchen auf dem Sofa?

    Ich bring Grill und Steaks mit 😉

  8. pantoufle sagt:

    Ich würde gerne neben Tante Jay sitzen.

  9. pantoufle sagt:

    Na, und natürlich neben der Katze. Also zwischen es.

  10. #LSR · Der Limbo beginnt — Carta sagt:

    […] vorhergesagt – wir treten in die Zeit der Schlangentänze ein. Hubert Burda will plötzlich gar kein […]