Reife Leistung
Mit drei Argumenten die deutschen Verleger und ihre dienstfertigen Buddies von der Paid Culture zugleich in die Tonne zu treten – das vermag nicht jeder. Und er kriegt noch nicht einmal einen Euro-Cent für diese Leistung. Bitte aufmerksam lesen, der Text hinter dem Link hat es verdient:
“Ihr [Verleger] seid mir egal, noch egaler, als ich es euch bin. Denn ihr erwartet von mir ja, dass ich euch für eure Inhalte bezahle. Ich, dagegen, erwarte von euch rein gar nichts mehr.”
Tags: Anatol Stefanowitsch, Leistungsschutzgesetz, Umsonstkultur, Urheberrecht
Der Beitrag wurde
am Freitag, dem 06. April 2012, um 15:48 Uhr veröffentlicht
und unter Medienwandel abgelegt.
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06. April 2012 um 17:43
Irgendwie war mir der Herr St. nicht ganz geheuer um nicht zu sagen: unsympathisch. Jetzt weiß ich, wieso. Er hat wenig Ahnung vom Funktionieren des (zumindest:) Musik-Bereichs.
06. April 2012 um 18:47
Anatol eben.
Das hat mir gestern gut gefallen: http://torrentfreak.com/5000-artists-line-up-for-a-pirate-bay-promotion-120405/
06. April 2012 um 19:10
Noch was Hübsches: Der geschlossene Kreis, Kurzgeschichte von Andreas Eschbach
Gute Frage von @metronaut:
Gesetzt, die Contentindustrie fährt gerade eine Kampagne: weiß jemand, welche Agentur das macht und für wen genau?
06. April 2012 um 19:58
@ Jeeves: dafür ist er ein sehr guter Sprachwissenschaftler – mit guten Ohren. Keiner kann alles wissen …
Nebenbei – wenn ich mir den halben Kilometer ‘Rant’ unter seinem Artikel anschaue, dann muss er wohl ein paar Hühneraugen getroffen haben.
06. April 2012 um 20:04
@ vera: Ich kann nur spekulieren. In anderen Fällen würde das über den Verband lanciert, weil dann am Einzelmitglied nichts im Speziellen kleben bleibt. Was die FIFA sich alles erlaubt, darf sich Bayern München zum Beispiel nie erlauben. In Frage käme da also im medialen Bereich der BdZV – oder etwas in der Preislage.
Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die Kultur-Promis platterdings über PR-Bargeld einzubinden wären. Da laufen dann wohl eher diese Ich-kau-dir-das Ohr-ab-Strategien, verbunden mit faustdicker Schmeichelei: “Wir waren schon immer große Bewunderer Ihrer Kunst …”. Das wirkt im Kulturbereich immer sicher bis totsicher, dafür schreiben sie dann ganz auf deiner Linie.
07. April 2012 um 17:37
Ja, so dachte ich mir das auch; der BDZV hatte ja auch artig auf die Kampagne hingewiesen. Mich verwunderte nur das prominent angebrachte Foto des S & F-Vorstands als Artikeleinstieg (finde die Seite leider nicht mehr).
Sie – wer auch immer – haben es jedenfalls clever gemacht: Mit Häppchen-Informationen einen Shitstorm generiert, impliziert, alle Befragten seien ‘pro’ und erst einen Tag später die Aussagen im Detail veröffentlicht. Leuten wie Juli Zeh hat das geschadet.
07. April 2012 um 20:04
@ vera: Oder es sind die, welche auch diese Schüler-Desinformationskampagne fahren: Herausgeber des Flyers ist der Bundesverband Musikindustrie e.V., Unterstützer sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Zukunft Kino Marketing GmbH, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, Childnet International, Play Fair – Respect Musix, Pro Music und Respect Copyrights.
09. April 2012 um 18:56
- ist ja auch nicht unbemerkt geblieben:
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36699/1.html
http://petringlegal.blogspot.de/2012/03/flyer-der-musik-film-und-buch-branche.html
http://carta.info/42673/legal-sicher-und-fair-eher-reine-propaganda/
https://opalkatze.wordpress.com/2012/04/09/piraten-auf-dem-schiesstand/
Wetten, dass da noch mehr kommt?