Artikel mit ‘Karl Kraus’ getagged

Satz und Schmerz

Donnerstag, 08. August 2013

Der Fluch des Journalismus sind die Leute, die ihn betreiben.”

Ein Satz von fast schon Kraus’schem Format …

Das ist lange überfällig

Montag, 17. Dezember 2012

Wir wollen uns beim Neusprech-Blog übrigens demnächst stärker mit Journalisten-Sprache beschäftigen.”

Um mit Karl Kraus zu sprechen: “Den Journalisten nahm ein Gott, zu leiden, was sie sagen.

Brodern (ctd.)

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Weltdeutungstag bei der ‘Welt’ – und wieder mal steht diese Deutung auf tönernen Füßen. Ein israelischer Historiker habe in einem Buch von der ‘Erfindung der jüdischen Nation‘ gesprochen und würde deshalb demnächst wohl bei der ‘Erfindung des Holocaust‘ landen. So der notorisch verhaltensauffällige Henryk M. Broder. Klingt zunächst doll, klingt für Unbedarfte schlüssig – ist aber Bullshit.

Zunächst einmal ist es unter Historikern Konsens, dass alle ‘Nationen’ nur Erfindungen oder Konstruktionen des ausgehenden 18. und des beginnenden 19. Jahrhunderts waren. In Deutschland waren Sturm-und-Drang-Männer wie Johann Gottfried Herder daran beteiligt, vor allem aber die politische Romantik von Joseph Görres bis hin zu Ernst Moritz Arndt. Der amerikanische Historiker Benedict Anderson von der Cornell-University hat dieses ebenso universelle wie geistesgeschichtliche Faktum am wirkungsmächtigsten aufgedröselt, vor allem in seinem Buch ‘Die Erfindung der Nation‘. Broder aber wischt historisches Klippschulwissen beiseite und schreibt in Bezug auf das Buch von Shlomo Sand:

“Nun spricht prinzipiell nichts dagegen, ein Buch auf den Markt zu bringen, in dem die “zionistische Idee” als ein national-kolonialistisches Hirngespinst dargestellt wird – ohne jeden Bezug zum europäischen Antisemitismus und seiner Vollendung in der Endlösung der Judenfrage. Wenn man will, kann man es so sehen. Auch die Werke von Douglas Adams (“Per Anhalter durch die Galaxis”) und Erich von Däniken (“Besucher aus dem Kosmos”) leisten im weitesten Sinne einen Beitrag zur Volksbildung.”

Trivialer Sensations-Kitsch würde dem Leser hier also aufgetischt, wissenschaftlich ebenso unhaltbar wie Dänikens Raumfahrer-Götter-Epen. Was demnach – laut historischer Wissenschaft – für alle Völker gilt, soll für das jüdische Volk deshalb nicht gegolten haben, weil es ja irgendwie auch noch den Antisemitismus gab. Förmlich das Gegenteil ist richtig: Wenn es an Shlomo Sands These etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die Banalität seiner Behauptung, das marktschreierische Verkünden einer blanken Selbstverständlichkeit.

(mehr …)

Der Engel – ein Flittchen

Samstag, 14. Juli 2012

Das Material des Autors ist die Sprache. Schon an der Frage, wie dieses Wesen – abseits aller linguistischen Diskussion um Nominal- und Verbalphrasen – denn zu betrachten sei, scheiden sich die Geister. Manche möchten in der Sprache eine Heilige sehen, ein Objekt spiritueller Sehnsucht. Deren Apostel wäre Karl Kraus, der überall Unbefugte mit gierigen Fingern sah, vorneweg alle Journalisten, die seiner reinen Sprachjungfrau ebenso notorisch wie notgeil an den Strapsen herumfummelten.

In der Folge wuchs sich der Stil des Fackel-Herausgebers samt textbegleitender Metaphorik zu einem sprachesoterischen Dornenverhau aus, der zwar einige Rosen zeugte, aber eben auch viele Stacheln besaß. Das Dilemma einer solchen moralisierten Schreibhaltung zeigte sich vor allem darin, dass überall dort, wo er selbst mit der Sprache ‚intim‘ wurde, dort also, wo er – seiner eigenen Ästhetik zufolge – die Klimax anstrebte und Gedichte schrieb, dieser Karl Kraus zumeist großväterlichen Kitsch produzierte, geeignet, in Batist gestickt und über das Sofa gehängt zu werden:

„Uns gehört, was Gott verwaltet,
uns im allerhöchsten Sinn,
reich an Reiz, der nie veraltet -
Reich der Huld, arm an Gewinn!
Was an Glück zuhöchst gepriesen,
gab Natur mit holder Hand,
Heil den Wäldern, Heil den Wiesen,
Segen diesem schönen Land!“ [1]

Tschaja, patati und patata, die Trochäen klimpern, der Reim marschiert im Wechselschritt – auch das ist eben Karl Kraus. Wo die Sprache derart an ihren eigenen Ansprüchen scheitert, muss die zugrundeliegende Theorie wohl falsch sein. In solchen Fällen ist es probat, den Umkehrschluss zu versuchen: Die Sprache wäre dann eben keine Jungfrau, die ihre Keuschheit treu für jenen bewahrt, der sie präpubertär auf einen Sockel hieven möchte, um ihre persilhafte Fleckenlosigkeit zu besingen.

Förmlich das Gegenteil wäre richtig, sofern wir die Sache mal faktisch und pragmatisch auffassen – unsere Sprache ist dann eine welterfahrene Mamsell, eine ‚große Hure‘, ein unersättliches Wesen, das es unbedenklich mit nahezu jedem treibt: Goebbels bei der Sportpalastrede konnte auf diese allzeit bereite Sprache ebenso bauen wie ein Verkaufstrainer, der vor deppert gequatschten Vertretern über die Bühne steppt und sein Publikum mit Wortkaskaden zu begeisterten Gospelchören der Selbstmotivation treibt; im Kleingedruckten und in den dunkelsten Winkeln eines Kreditvertrages treibt sich die Sprache ebenso herum wie im Schleimvokabular eines skrupellosen Wahlkämpfers, der mit unhaltbaren Versprechen dem Wahlpöbel Zucker gibt; das nationalistische Dahergrunzen eines Skinheads im Sumpf der Denkbefreiten wäre ebenso noch zum Sprachbereich zu zählen wie auch die Suada eines Dieter Bohlen, wenn der wieder mal ein halbes Kind zum seelischen Krüppel kreischt; die dienstbare Journalistenprosa im Nationalsozialismus, die von ‚ungebrochenem Siegeswillen‘ und dem ‚festen Glauben an den Führer‘ daherschwätzt wäre ebenso Teil der Sprache wie die dünne Buchstabensuppe, die uns in den Schmalhans-Kantinen der Bürokratie aufgetischt wird. Unsere Sprache ist eben alles, nur kein moralisches Wesen, sie ist ein höchst unmoralisches Flittchen. Was aber nicht heißt, dass man sie nicht lieben darf.

 


[1] Karl Kraus: Volkshymne, In: Die Fackel, Nov. 1920, S. 60

Publizistik aus böser Sicht

Dienstag, 11. Oktober 2011

Deine ‘Journalistenhasserjournalisten’, das sei doch eine Chimäre, diese Leute hätte es nie in ernstzunehmender Anzahl gegeben, so etwas musste ich mir nach diesem Text am Telefon anhören. Allenfalls krähe mal ein Motzblogger wie Don Alphonso in seinen Blogs gegen die pöse ‘Johurnaille’ herum. Nach meinem eher historischen Hinweis auf Karl Kraus hieß es: “Ach, Karlchen Kraus, das war doch ein Solitär, ein absoluter Einzelfall”. Ist das so? In meinen Augen sieht die Geschichte doch etwas anders aus, nicht nur bei Karl Kraus, der den “Untergang der Welt durch schwarze Magie” beschwor, also durch die Druckerschwärze der Zeitungen.

Eigentlich ging es schon bei der Gründung des Berufsstandes los: Wer jemals H. H. Houbens Kompilationen der Spitzelberichte an Metternich las, der weiß, dass nahezu der gesamte Vormärz-Journalismus bereitwillig der Zensur des ‘Policeystaates’ als Zulieferer diente, Selbst ein Heinrich Heine entblödete sich nicht – initiiert von James Rothschild – eine Pension des französischen Staates für PR-Dienstleistungen “ganz famillionär” einzustreichen, auch wenn er damit nicht Preußen diente, sondern einer konstitutionellen Monarchie. Von Anfang an gab es Käuflichkeit in der Publizistik, wohin man auch blickt, vielleicht mit Ausnahme von Ludwig Börne oder Karl Gutzkow, die als geborene ‘Journalistenhasserjournalisten’ diese biegsamen Gestalten in ihren Briefen dann gehörig glossierten.

Von Schopenhauer, Johannes Scherr und auch Theodor Fontane, der selbst in einer solchen Charaktermühle lange fronte, bei der preußischen Kreuzzeitung nämlich, sind uns ergreifende Schilderungen dessen überliefert, was dem Feld-Wald-und-Wiesen-Journalisten an devoter Gelenkigkeit zu jeder Zeit abverlangt wurde. Anderswo war es übrigens nicht anders, ziehen wir die einschlägigen Texte von Balzac oder Zola heran, oder später auch die Berichte eines Mencken, eines Hunter S. Thompson oder eines David Foster Wallace aus den USA. Selbst im Film, z. B. in Billy Wilder’s ‘Extrablatt’, ist doch nicht der berufsflüchtige Jack Lemmon die entscheidende Figur, sondern die journalistische Entourage aus seelisch gescheiterten Dutzendschreibern, die ihn dort qualmend und saufend umgibt. Kurzum – Journalismus war nie ein schöner Beruf, der Redlichkeit oder Charakterstärke im Übermaß verlangt hätte. Eher im Gegenteil.

Ausreißer gab es allerdings auch immer – nehmen wir nur Kurt Tucholsky. Wer in der Gesamtausgabe das Register im Band XXII mit einschlägigen Begriffen befragt, der findet eine Fülle von Sottisen und Interna über das korrupte Zeitungswesen. Der Weltbühnen-Star kannte das Geschäft, von Ullstein bis zur AIZ hatte er das gesamte Terrain beackert. Auch dort, wo es besonders schmutzig wurde, nämlich in der Provinz, kannte er sich aus. Unser größter Journalist war damit zugleich der größte Journalistenhasserjournalist deutscher Zunge. In gewisser Weise lässt sich auch sagen, dass die ‘Weltbühne’ ein Blog war, bevor es solche gab: wenig Leser, kaum Inserate, manchmal große Wirkung.

(mehr …)

Mein Gaga der Woche

Samstag, 16. April 2011

Für jeden hirnverstiegenen Mist gibt’s einen, der’s in Tinte pisst. Neu ist es nur, dass diese Ejakulation sich in der ‘Zeit’ ereignet, also bei unserer selbsternannten Sachwalterin für Rationalität und bürgerliche Aufklärung, und dass dazu noch dieser – ähem! – ‘Text’ in jener meinungsförderlichen Anonymität erscheint, die Qualitätsjournalisten doch sonst nur in den Kloaken des Internet zu verorten pflegen. Für mich klingt’s wie ein zynischer kleiner Pennäler, der auf der Schultoilette zu notgeilen Phantasien heimlich onaniert:

“Das Reden über die Atomkraft ist unverkennbar eines über die männliche Sexualität. Man wartete, als die Katastrophe in Fukushima sich abzeichnete, mit Bangen auf die Explosion wie auf eine orgasmische Entladung. Glühende Brennstäbe ragten aus dem Wasser, es galt, sie rasch abzukühlen. In den sogenannten Abklingbecken durften wiederum alte Brennstäbe sich nicht erneut erhitzen. Man sah Feuerwehrmänner mit schweren Schläuchen die Reaktoren abspritzen. Nun wird unablässig gekühlt und bewässert, wie um ein nur schwer zu bändigendes Begehren in den Griff zu kriegen. … Es mag ein Zeichen alternder Gesellschaften sein, dass sie jedem Anflug des kraftstrotzend Männlichen mit größter Aversion begegnen. … Man setzt in der neuen grünen Bundesrepublik eben auf Sonne, Wind, Weiblichkeit und hohes Alter. Renate Künast, jugendliche 55, kandidiert in Berlin für das Bürgermeisteramt und plädierte sogleich für die Einführung von Tempo 30 in der Hauptstadt, damit man gefahrlos auch mit Hüftschaden jede Straße passieren kann.”

Jawollja – lieber Hüftschaden als Gehirnschaden! Um mal in dieser schwülen Metaphorik zu bleiben: Wenn Feuerwehrmänner mit ihren spritzenden Schläuchen erigierte, glühende Brennstäbe kühlen, dann klingt’s für mich doch eher nach Darkroom als nach Feminismus. Und all diese kraftstrotzenden Feuerwehrleute werden durch das hier spermatisch verzeichnete Handeln schon bald darauf mit lebenslanger Impotenz gestraft sein. Auch müffelt eine Technik aus den Zeiten von Hans Dominik und Marinetti längst nach Moder – und gerade, weil sie Anno Methusalem mal als Futurismus figurierte, ist sie heute eben nicht mehr ‘modern’, sondern mit dicker Patina behaftet. Sei’s drum! Wie sagte es Karl Kraus: Die Psychoanalyse ist jene Krankheit, für deren Therapie sie sich hält …

Nachtrag: Mir erging’s zunächst wie vielen der Kommentatoren dort in der ‘Zeit’ – rechts oben in der Ecke findet sich der dezente Hinweis, dass der Träger des Axel-Springer-Journalistenpreises, Adam Soboczynski, selbiges erbrach …

Beerdigung der Öffentlichkeit

Mittwoch, 18. November 2009

Ich habe mir einfach mal die Mühe gemacht, in meiner Dissertation alle Zitate und Annotationen kapitelweise durchzuzählen. Es sind mehr als 400. Ginge es nach den neuentwickelten Rechtspositionen deutscher Verleger, dann hätte ich damals schon mehr als 400 Mal gegen ihr ominöses ‘Leistungsschutzrecht’ verstoßen, das sie sich jetzt für den weihnachtlichen Gabentisch von der Politik wünschen. Jedenfalls klingt ganz so der ‘Leistungsschutzexperte’ Mathias Schwarz auf den Zeitschriftentagen (noch so’n Beispiel übrigens für die grassierende Expertenepidemie, die längst vom ‘Aasgeier-’ bis zum ‘Zystologieexperten’ reicht):

“Zur Bedrohung werden Rip-Offs für die bestehende Presse insbesondere dann, wenn nur kurze, aber mit hohem professionellen Aufwand erstellte Textausschnitte übernommen werden, für die nach deutschem Recht kein Urheberrechtsschutz besteht.”

Bei den ‘Rip-Offs’ – einem neuentwickelten Kampfbegriff, der ein angeblich kriminelles Tun aus durchsichtigen Gründen ratzfatz ins Wortbild packt – handelt es sich schlicht um unsere guten alten ‘Zitate’. Deren Gebrauch ist im deutschen Zitatrecht längst völlig zureichend geregelt. Dazu zählt zum Beispiel auch jenes Zitat ein paar Zeilen weiter oben, wo ich den Herrn Schwarz ‘im O-Ton’ mit einem Satz zu Wort kommen ließ, um seine mentale Verfasstheit zu illustrieren.

(mehr …)

Sagt ein großer Stilist:

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Ich habe schon manches Stilproblem zuerst durch den Kopf, und dann durch Kopf und Adler entschieden.”
Karl Kraus, Fackel 309 – 310, S. 39

Denkfutter

Sonntag, 07. Dezember 2008

Weil ich den Mauthner hier kürzlich anführte, habe ich mir seine ‘Beiträge zu einer Kritik der Sprache’ aus dem Regal gekramt und stelle einfach mal einige Kernsätze hier als mentale Appetitanreger ins Netz. Ein solches Maß an philosophisch begründeter ‘Sprachverachtung’ von einem solch sprachgewaltigen Menschen – diese Kombination gab es in Deutschland kein zweites Mal. ‘Nach Mauthner’ war die Sprache keine Göttin mehr, sondern eine Dirne, ein kommunikativer Gebrauchsgegenstand und kein heiliges Instrument höchster Einsichten. Gewissermaßen war Fritz Mauthner ein ‘umgekehrter Karl Kraus’:

Sprache dient zum Sprechen: “Die Sprache existiert niemals für sich allein, sondern immer nur zwischen den Menschen. Sie ist für die Menschen, was der sagenhafte Äther für die gravitierenden, elektrischen oder leuchtenden Körper. Etwas, was die Schwingungen schwingen läßt, die Gehirnschwingungen von einem zum anderen”.

Das tägliche Gesabbel: “Die Sprache aus dem gemeinen Mitteilungstrieb ist schlechte Fabrikarbeit, zusammengestoppelt von Milliarden von Tagelöhnern”.

Gegen Begriffshuberei: “Der ist kein freier Mann, der sich noch einen Atheisten nennt, einen Gegner dessen, den er leugnet”.

Der kommunikative Irrtum: “Der Mensch jedoch, solange er lebt, ist wie die lebendige Sprache und glaubt, er habe etwas zu sagen, nur weil er spricht”.

Bilderstürmer: “Nach dieser Vorstellung, welche heute noch von allen Köpfen geteilt wird, sitzt irgendwo am Strombett der Sprache eine Gottheit, Mannsbild oder Frauenzimmer, das sogenannte Denken, und herrscht unter den Einflüsterungen einer ähnlichen Gottheit, der Logik, über die menschliche Sprache mit Hilfe einer dritten dienenden Gottheit, der Grammatik. Ich würde es für das stolzeste Ergebnis meiner Untersuchung halten, wenn ich die Menschen von der Unwirklichkeit, von der Wertlosigkeit dieser dreieinigen Göttinnen überzeugen könnte.”

Sprachdarwinismus: “Wir müssen eben die Sprache unter die übrigen Tätigkeiten des Menschen rechnen als wie das Gehen, das Atmen. Da ist es für den Biologen gar kein unsinniger Gedanke, daß der Mensch nicht geht, weil er Beine hat, sondern daß er Beine hat, weil er geht; daß der Mensch nicht atmet, weil er eine Lunge hat, sondern daß er eine Lunge hat, weil er atmet”.

Sprechakttheorie – avant la lettre: “Ein einzig sprechender Mensch unter sprachlosen Volksgenossen ist ebensowenig vorstellbar wie ein redender Gott, der den Menschen die Sprache erst schenkte. Oder er wäre wie der Teilnehmer an einem ausgedehnten Telephonnetze, das keinen zweiten Teilnehmer hätte. … Als sozialer Faktor erst wird die Sprache, die vor Erfindung der Buchdruckerkunst noch nicht einmal in einem Wörterbuche beisammen war, etwas Wirkliches. Eine soziale Wirklichkeit ist sie; abgesehen davon, ist sie nur eine Abstraktion von bestimmten Bewegungen”.

Sprachsozialismus: “Wo ist also das Abstraktum ‘Sprache’ Wirklichkeit? In der Luft. Im Volke, zwischen den Menschen”.

Pragmatismus: “Sprache ist Sprachgebrauch”.

Denkfutter

Sonntag, 21. September 2008

Wer gute deutsche Aufsätze macht, wird in der Regel ein Kommis. Wer schlechte macht und dafür im Lateinischen besteht, wird wahrscheinlich ein Schriftsteller.”

Karl Kraus