Artikel mit ‘Orthographie’ getagged

Aua!

Freitag, 05. August 2011
FAZ Sähen

Sähmann, deine Heimat ist die Sä-äh ...

Ja – warum nur in Nigeria? Und was macht der Trittin da mit dem Knie, bester Franz? Manche Tippfehler stehen in einem solch verräterischen Umfeld, dass sie uns schon wieder völlig natürlich erscheinen.

Wutimann viel böse:

Dienstag, 21. Juni 2011

Der Bürgerkrieg wurd edoch vom Westen angeshcoben und finanziert. so naiv sind heute die leser nicht mehr dass sie nicht wissen was gespielt wird. Trotz der verammeklten Pauke der gleichgeshcalteten presse, die alles versuchen zu übertönen.”

Klar ist, so wirst auch du niemanden übertönen, trotz deiner autonomen Schreibweise. Es ist nun mal so: Mit einer nicht gleichgeschalteten Orthographie versucht niemand erst, dich ernst zu nehmen …

So kann’s kommen:

Samstag, 19. Juni 2010

Mein gutes, altes Wörterblog, das ich im Dienste Holtzbrincks bis 2008 führte, existiert zu meinem Erstaunen immer noch. Dort werkelt jetzt ein Matthias Fuhrmann, der sich den Lesern folgendermaßen vorstellt:

“Als Neologist und Wortvirtuose verschrien, habe ich mir die Kunst der deutschen Sprache über Jahre hinweg angeeignet. An wichtiges Anliegen ist die Schönheit unserer Sprache zu vermitteln und kleine, aber alltägliche Fragen zur Rechtschreibung aus der Welt zu schaffen.”

Ein “An-Eigner” also mit viel Weder und Noch, fällt mir altem Beckmesser da doch ein: Denn ein “Neologist” ist weder, wer rosinenpickerisch ausgewählte Fragen der Orthographie unter ewig gleichen Headlines in immergleicher Sprache abnudelt. Noch sollte ich mich einen “Sprachvirtuosen” nennen, wo ich doch gleich im ersten Text alle Fragen “aus der Welt schaffen” möchte, um blitzeschwingend Platz für meine Verdikte aus dem bleigrauen Himmel Konrad Dudens herab zu schaffen. Auch existiert zwischen “klein” und “alltäglich” kein Gegensatz, der mit einem “aber” zu akzentuieren wäre. Sei’s drum …

Das “Verschrien” aber, das könnte hinhauen, wenn’s auch in meinen Augen ruhig ein Buchstabe mehr sein dürfte, neue Rechtschreibung hin oder her. Denn bei der “Kunst der Sprache” wird jeder Satz ein Beweis. Auch der dümmste …

Wer writed so spät …

Dienstag, 20. Oktober 2009

Deutsch können sie auch nicht!

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Von wem werden wir bloß regiert? “Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch.” Um diesen Absatz will die künftige Koalition aus Union und Freien Demokraten unser Grundgesetz ergänzen. Im Artikel 22, der feststellt, dass Berlin die Hauptstadt ist und die Bundesflagge schwarz-rot-gold.

Die Sprache der Politik ist krank … pardon: Die Sprache der Politik ist Krank.

Rechthaberisch bin ich ja nicht.

Samstag, 19. September 2009

Wohl aber ziemlich rechtschreiberisch - dort immerhin auf Platz 10.

This is not a ‘Tippfehler’!

Freitag, 20. März 2009

Tipppfehler? Oder aber ein Komma vergessen einzufügen? Buchstabendrheer? – alles geschenkt. Das passiert mir auch, mehrmals am Tag. Aber der Zustand des Schriftdeutschen in publizistisch hochglanzpolierten Räumen, dort, wo der süddeutsche Qualitätsjournalismus seine Residenz aufgeschlagen zu haben behauptet, der macht mir eine Gänsehaut. Weil es sich gerade nicht um diese lässlichen Flüchtigkeitsfehler handelt, sondern darum, dass hier grundlegende sprachliche Regeln gar nicht mehr beherrscht werden – und das auf höchstem Niveau. Wie in diesem Beispiel, einer hemdsärmeligen Übersetzung aus einer amerikanischen Late-Night-Show: “Wir sind gleich zurück mit dem Präsident der Vereinigten Staaten!”, ruft er in die Kamera.

Ordograffie?

Freitag, 23. Januar 2009

Wer fehlerhaft schreibt, wer den Leser bei fast jedem Wort zwingt, zu erraten, was der Schreiber mit diesem Buchstabenhäufchen ‘eigentlich’ mal gemeint haben könnte, der findet nicht viele Leser. Deswegen erlernt auch das anarchistischste Plappermäulchen aus der regelarmen Teenie-Community irgendwann die ‘richtige’ Schreibweise. Das Medium erzieht sich seine Schreiber.

Damit haben sich dann nicht die ‘bürgerliche Repression‘ und die ‘kapitalistische Dressur’ durchgesetzt, wie dies einige linke Regelallergiker gelegentlich noch meinen, sondern schlicht der gesunde Menschenverstand: “Wenn ich schreibe, will ich gelesen werden. Folglich schreibe ich am besten so, dass ich gelesen werde“.

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Den Fehler gibt’s nicht …

Samstag, 15. November 2008

den haben sich irgendwelche Sprachnörgler bloß spaßeshalber aus den Fingern gesogen, um mal wieder auf eine vorgeblich illiterate Jugend einzuprügeln, dachte ich. Oder der Bastian Sick hat sich mit seinen Sprachwitz-komm-raus-Erfindern nächtens im Suff zusammengehockt, um die nächste Show zu planen – wobei aus dem Bierdunst dieses Konstrukt destilliert worden sei. Nun aber las ich das hier – ‘in echt!’ – und verschluckte mich fast am Frühstücksei:

“Bubacks Vorgehensweise hat eine hohe Plausibilität – und doch eine Achillesverse.”

Sickiana

Mittwoch, 03. September 2008

Nun noch etwas. Auf der zweitletzten Seite, in meinen Anmerkungen zu Mayers Werk habe ich durch Einschaltung einer halben Zeile einen schändlichen Fehler hinein korrigiert. Es muß da in der Note heißen observanti statt observans. Korrigiere es doch, oder lasse es korrigieren, damit nicht ein Tropf, der sonst nichts versteht als ein bißchen Grammatik, Anstoß daran nimmt.”

Georg Christoph Lichtenberg, IV, 229

Georg Christoph Lichtenberg, IV, 229