Artikel mit ‘Qualitätsjournalismus’ getagged

Die Falschmeldung

Freitag, 27. Januar 2012

Wer die Stellen in den Auslandsressorts so entschlossen abbaut wie der internationale Qualitätsjournalismus, darf sich über die Folgen nicht wundern. Ähnliches oder nahezu Gleichlautendes lasen wir vor einigen Tagen allüberall auf dem herabtaumelnden Laub unseres Blätterwaldes:

“Gaddafi-Anhänger erobern kurzfristig ihre Hochburg Bani Walid zurück.”

“Libya militias prepare to retake Bani Walid from Gaddafi loyalists.”

“In einer blutigen Schlacht haben Anhänger des getöteten Diktators dessen ehemalige Hochburg Bani Walid wieder eingenommen.”

“Am gestrigen 23. Januar griffen Anhänger des verstorbenen ehemaligen Staatschefs Ghaddafi die Soldaten des libyschen Übergangsrates in Bani Walid an.”

“Nach der Eroberung der libyschen Stadt Bani Walid durch Anhänger des früheren Machthabers Muammar al Gaddafi hat sich der Verteidigungsminister des Landes mit den Stammesführern dort getroffen.”

“Diehard supporters of slain Libyan leader Muammar Gaddafi seized control on Monday of “the entire city of Bani Walid”.

Und so geht’s über Hunderte von Fundstellen weiter, einer schreibt’s vom andern ab – nach dem bewährten Motto: Was in drei journalistischen Angeboten steht, das muss einfach wahr sein. Das Problem solch überaus gängiger Falschmeldungen ist, dass sie wie die Quecke im Garten danach nahezu unausrottbar sind. Vor allem dann, wenn sie publizistisch attraktiv scheinen und ins Weltbild passen. Allerdings wäre eine Rückkehr des Krieges nach Libyen höchst quotenträchtig, wenn’s so etwas denn gäbe.

Faktisch aber sind die Medien auf Propaganda der N24-Brigaden hereingefallen, die Bani Walid so besetzt hatten wie einst die Russen Berlin – nämlich als ‘offene Stadt’. Faktisch ereignete sich wyatt-earp-mäßig daraufhin eine Vertreibung selbstherrlicher Banditen und Marodeure durch die Einwohnerschaft: “Vor Ort fanden Journalisten … nämlich lediglich die auch vom NTC genutzte rot-schwarz-grüne Flagge und ein paar alte Pro-Gaddafi-Graffiti, die wahrscheinlich noch aus dem letzten Sommer stammen. Stattdessen teilten Bewohner Reportern mit, die Gaddafi-Familie könne ihnen gestohlen bleiben und militärische Ambitionen hätten sie außerhalb ihrer Stadt keine.” Wo aber bliebe dann der auflagenträchtige ‘Bürgerkrieg’, wenn’s nur um Schießereien am Corral Nine ging?

Die Schnetzlaffs

Sonntag, 31. Juli 2011

Im Schüren der Ängste vor Killerspielen steht die ‘Welt’ weit vorn in Deutschland: “Computerspiele – CSU warnt vor Realitätsverlust”, “Aktion gegen Killerspiele verläuft schleppend”, “Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl brachte im “Kölner Stadt-Anzeiger” Sperren für “Killerspiele” ins Gespräch”, usw., usf.

Ich bin ja auch der Ansicht, dass vom Metzeln der Orkhorden am Bildschirm kein gerader Weg hin zum Abschlachten von Mitschülern an einer deutschen Oberschule führt. Zumindest wären die Plasmagewehre und High-Tech-Schnetzelwaffen, die dort am Monitor zum Einsatz kommen, in der Realität selbst auf dem Schwarzmarkt kaum zu beschaffen. Schützenvereine sind da sicherlich biederer und zugleich probater. Wenn aber eine Redaktion, die sich auf den politischen Seiten dem Kampf gegen ‘Gewaltverherrlichung’ in den Zombie-Industries verschreibt, in ihren Spalten gleich nebenan – dort, wo nämlich die Anzeigen stehen – dann so etwas schreibt, liegt mir der Gedanke an ein ausgeprägt schizoides Denken nicht mehr fern:

“Zimperlich geht es in diesem Urlaub nicht zu: Die Möglichkeiten, untote Körper umzuarrangieren, sind üppig – und Blut kommt in diesem Spiel in fast so großer Menge vor wie Sand. Knochen lassen sich geräuschvoll brechen, Schädel vom Hals entfernen – und so manch ein Gegner verliert auch noch andere Körperteile. Und nun die schlechte Nachricht: Da wegen der Brutalität des Spiels eine Altersfreigabe von der USK nicht zu erwarten ist, veröffentlicht Koch Media “Dead Island“ in Deutschland gar nicht erst.”

Soll wohl heißen: Liebe Freunde des virtuellen Abmackelns und Niedermachens – nutzt daher die weltweiten Möglichkeiten des unzensierten Internets!

Das Volk – ein Bild

Freitag, 29. April 2011

Woran zeigt sich elitärer Dünkel? Vielleicht an solchen Sätzen, wo ein Schreiber alles über die ‘Unterschichten’ zu wissen vorgibt. Faktisch aber hat er nur seine Vorurteile frisch auf Hochglanz poliert:

“Sechs Stunden Hochzeits-TV am Stück werden es am Freitag sein, die unzähligen Dokumentationen und Quasselrunden vor und nach der Hochzeit nicht mitgerechnet. Dieses Engagement ist, vorsichtig ausgedrückt, mutig. Denn das “Bild”- und “Bunte”-Prekariat, noch am ehesten empfänglich für solche Schmonzetten, weiß in der Regel kaum noch, wo auf ihrer Fernbedienung die Knöpfe fürs Erste und Zweite Deutsche Fernsehen zu finden sind.”

Mit Verlaub, bester Pöbelverächter, diese Hochzeit – die übrigens auch mir am Mors vorbeigeht – die ist doch eher das große Thema unter Zahnwaltsgattinnen, Ladeninhaberinnen und Society-Journalistinnen, die sich – “Hypa, Hypa, Hypa!” – hier ein ‘Event’ mit viel blauem Herzblut statt mit Tinte herbeischreiben. Denn das Interesse am Hause Windsor befällt quartalsweise nur diejenigen, die auch wie die Lemminge in den ‘Titanic’-Film gerannt sind. Und haben Sie sich schon mal gefragt, warum diese Kate und ihr Willi heute seitenfüllend eben auch auf den Titeln aller ‘Leitmedien’ prangen: “Countdown für das Jawort”, “Dem Jawort so nah”, “Der Prinz kütt”, “Queen schenkt Kate und William Adelstitel” … ad infinitum.

Diese voyeuristische Leidenschaft für Brautmoden und adlige Lebensplanung existiert hingegen nicht unter Bauern, türkischen Migranten oder Ein-Euro-Jobbern. Das ‘gemeine Volk’, zumindest hier bei uns in der Provinz, das interessiert sich derzeit eher für explodierende Spritpreise und die große Trockenheit auf allen Feldern. Weil daran schließlich ihre Existenz hängt.

Wer also die ‘Grünen Blätter’ liest, der muss sich diese Zeitvergeudung auch leisten können. Nebenbei bemerkt, sieht man die meisten Bild-Zeitungsleser, auf einem Haufen versammelt, noch immer im deutschen Bundestag. Das sieht im Grunde auch jeder Dösbaddel ein, nur eben kein Feld-, Wald- und Wiesen-Journalist, der sich notorisch ein Publikum imaginiert, das so nur in seinem ebenso elitärem wie unfundiertem Wolkenkuckucksheim existiert. Dass der übliche Seitenhieb auf die Öffentlich-Rechtlichen dabei nicht fehlen darf – nun ja, das gehört wohl zum Genre. Ein versteckter Geschäftssinn äußert sich hierin, nach dem Motto: Diese Hochzeit ist zwar kompletter Tinnef, aber wir hätten sie trotzdem gern ganz privat, weil nur wir den ‘Qualitätsjournalismus’ so weitherzig interpretieren können …

Von Korrektoren befreit

Sonntag, 13. März 2011

Wo die Brennstäbe wegen Kühlwassermangel bereits freilegen, reagiert das Wasser unter Einwirkung des Elements Zirkonium zu dem Wasserstoff.”

Ich kam beim Erbsenzählen in diesem Qualitätsmedium gar nicht mehr hinterher …

Wo lebt der denn?

Dienstag, 15. Februar 2011

Angesichts der Dreistigkeit, mit der manche Schreiber realitätsferne Thesen unwidersprochen in die Welt setzen dürfen, fasse ich mir manchmal nur noch an den Kopf. Da faselt eine gewisser Malte Lehming im ‘Tagesspiegel’ von einer linken Mehrheit in Deutschlands Medien, so als würde unsere Medienlandschaft nicht längst von den Schirrmachern, Matusseks, Poschardts, Diekmanns, Hehnes, Köppels und Broders, zusammen mit einer unüberschaubaren Heerschar dienstwilliger Sterne zweiter Größe, gnadenlos dominiert und täglich randvoll zugetextet:

“Sie wissen, dass es eine stabile gesellschaftliche und parlamentarische Mehrheit für Rot-Rot-Grün gibt, die sich in den meisten Medienhäusern niederschlägt.”

Ja, wo das denn bitte? Vom ‘Spiegel’ über die ‘Süddeutsche’ bis hin zum ‘Stern’ ist die Publizistik in Deutschland seit den 90er Jahren stramm nach rechts gerückt, tief in die denkbefreite neoliberale Zone hinein, man könnte fast sagen, dass die Krise der Altmedien geradezu aus diesem Richtungswechsel resultiert, weil sich die werte Leserschaft in der Welt, die ihnen dort emsig vorkonstruiert wird, immer weniger wiedererkennt. Unsere ebenso dienstfertigen wie jungforschen Mainstreamler aber schmaddern unbewiesenes Zeugs und altrechte Verschwörungstheorien daher, als lebten wir noch zu Zeiten von Noelle-Neumanns ‘Schweigespirale’. Tröstlich immerhin, dass dieser Malte Lehming auch so aussieht, wie er schreibt, man ist als Leser dann optisch gleich gewarnt, wenn er als verschwörungstheoretisch-publizistisches Schmierfett für die ‘Achse des Guten’ dient oder mal wieder zu Opas verbeulter Alarmismus-Trompete greift. Aus den Tiefen der Blogwelt heraus erhält der Malte Lehming übrigens schon seit längerem das verdiente ‘Kontra’, während innerhalb der etablierten Medien eher das Sprichwort vom Sozialverhalten der Krähen gilt:

“Fürwahr, Lehming ist nicht der schlaueste Kopf unter dieser Sonne. Doch wenn man seine Artikel als tägliches Humorfutter begreift, kann man herzhaft über Lehming lachen. Ernstzunehmen ist dieser wortschatzreduzierte Meinungsclown jedenfalls nicht.”

Und da ich mich nun einmal auf die Spuren dieses seltsamen Heiligen und Redaktionsleiters kapriziert hatte, fiel mir auch noch das folgende Fundstück vor die Tippfinger:

“Beruhigend aber ist, wie wenig spektakuläre Informationen das [wikileaks-]Material enthält. Keine Verschwörung wurde aufgedeckt, kein Umsturzplan enthüllt. … Im Wesentlichen funktioniert die amerikanische Außenpolitik offenbar genau so, wie die Medien sie darstellen und Lieschen Müller es vermutet.”

Ach so, Lieschen Müller hätte also schon immer geahnt, dass die amerikanische Außenpolitik u. a. darin bestünde, wehrlose Zivilisten vom sicheren Hubschrauber herab abzuknallen? Und da wundern Sie sich anderswo gleich wieder über einen wachsenden Antiamerikanismus? Gut, dass Sie uns über die Ansichten im Volk derart zutreffend aufklären, Herr Lehming. Darin besteht bekanntlich die Kunst dieses ‘objektiven Qualitätsjournalismus’, den uns alle Verleger so trefflich zu rühmen wissen … zum Beispiel dann, wenn unser Malte Schmähling den Stuttgart-21-Gegnern den Göring und den Rosenberg ans Bein zu tüddeln versucht:

“Für den Reichsjägermeister und Reichsnaturschutz-beauftragten Hermann Göring bedeutete Waldvernichtung Volksvernichtung. Denn „wenn wir durch den Wald gehen, erfüllt uns der Wald mit einer ungeheuren Freude“.

Jaja – und ich esse gerne gut, und das tat der Göring bekanntlich ja auch.

Kartoffeldruck

Mittwoch, 11. August 2010

Wer keine eigene Meinung zur Hochstrecke bringt, der kauft sich eben eine. Zum Beispiel am Kiosk das neue Heft von GQ. Im schönsten kurzatmigen Klempner-Deutsch verrät der Verlag darin seiner wissbegierigen Angestelltenkundschaft – auch ‘High Potentials’ genannt -, „was Mann sein [sic] heute ausmacht: in der Mode. In der Liebe. Im Lebensstil – in alldem also, was man modernes Leben nennt.” Jaja, wieder mal sieht sich der Mann reduziert auf Styling und Poppen … das füllt das bienenfleißige Leben der geschniegelten Anzugständer neben vielen Überstunden dann restlos aus.

Die fixe Idee der Heftchenmacher bei ihrem raffinierten Meinungsbildungsplan ist es wohl, dass der Käufer, diese angestellte Service-Kartoffel, ihrem redaktionellen Stichwortgeber alles nachmachen und nachkaufen möge, bloß um hip und lockstoffreich aufs künftige Eigenheim-Weibchen zu wirken: Im Kern geht es um geistige Konfektionsware und mentales Copy & Paste – oder um Kartoffeldruck. Das ist jedenfalls meine Meinung … der ich mir noch eine eigene leisten kann, weil ich mir das Geld für GQ spare.

Womit aber wollen sie ihre Zielgruppe meinungsdefizitärer Testikelträger ködern? Auch das plaudert der Verlag freimütig aus: nicht mehr mit “große(n) Optiken, dafür viel Text, Lifestyle und Meinungsstücke”. Nun mag meine Logik nicht mehr fabrikneu und frisch von der Meinungspresse zur Uniform aufgebügelt sein, aber zwischen dem Verzicht auf ‘große Optiken’, also auf die nichtssagenden Vierfarb-Doppelseiten, und ‘viel Text’ scheint mir doch dann ein logisch-handwerklicher Widerspruch zu existieren, wenn es anstelle dessen plötzlich “unzählige Anzeigen-Doppelseiten” gibt, deren reich bebilderte Buchstabensuppe der gebildete Mensch zumeist doch gar nicht mehr Text nennen mag.

Zu den ‘archetypischen’ Stories des Heftleins, die ‘das Neue’ vorbildlich illustrieren sollen, zählt die Redaktion die Titelgeschichte „100 Ideen, die das Leben spannender machen“. Für mich müffelt gerade das Beispiel doch streng nach dem Opa Markwort vom dahindarbenden ‘Focus’ und seinen “hundert besten Badeseen”. Aber das ist schließlich nur meine Meinung – und ich neige mich natürlich vor der überlegenen Kompetenz der Blattmacher und stelle meine Bedenken hiermit ausdrücklich bis zum nächsten Re-Design zurück. Denn das, worüber der moderne Mann sich künftig eine Meinung bilden soll, das trifft sich bei GQ doch in nahezu idealer Weise mit den Interessen der werten Werbekunden: “Die „GQ“ ist nun unterteilt in die Rubriken „Gentlemen“, „Business“, „Home“, „Mobil“, „Coach“, „Style“, „Care“ und „Agenda“. Und darum geht’s ja schließlich im modernen Qualitätsjournalismus … oder etwa nicht?

Mythen des Qualitätsjournalismus

Montag, 18. Januar 2010

Objektive Berichterstattung – das ist das große Ideal aller Journalistenschulen nicht nur in Deutschland. Um diesem Ideal näherzukommen, müssen die Journalisten – wiederum idealerweise – die Regeln des altehrwürdigen Qualitätsjournalismus bimsen. Als da wären:

1. Information und Meinung müssen scharf getrennt sein – jede Meinung des Verfassers wird klar gekennzeichnet und möglichst in einen separaten Text (Leitartikel, Kolumne, Glosse) abgedrängt.

2. Informierende Textsorten sind hingegen wertungsneutral verfasst, sie berichten strikt nur von Fakten und Äußerungen anderer.

3. Es gibt eine neutrale Sprache für die Berichterstattung.

4. Ein Faktum gilt nur dann als bestätigt, wenn es von mindestens zwei Quellen bestätigt wird. Usw.

Mit nahezu allen Erkenntnissen der Hirnforschung (Kognitionswissenschaft) stehen diese bemoosten Ansichten im Widerspruch. Der Reihe nach:

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Medienhass

Sonntag, 10. Januar 2010

Klar, das ‘Anzeigenvolumen breche weg‘, das ‘Nutzungsverhalten habe sich dramatisch verändert‘ und die ‘Zielgruppen seien volatiler geworden‘. So oder ähnlich tönt es uns aus allen Studien und Gazetten entgegen, dort, wo sie ihre eigene mediale Situation gut strukturalistisch zu reflektieren versuchen. ‘Mehr Qualitätsjournalismus‘ lauten die empfohlenen Gegenmaßnahmen, ‘mehr Syndication‘, also mehr vom Selben in immer mehr Blättern, um so die Kosten zu senken. ‘Paid-Content-Wälle‘ müssten her … wir alle kennen längst die tief ausgefahrenen Spuren in der großen Mediendebatte. Intelligente Ausnahmen sind dabei selten. Ein entscheidender Faktor kommt überall zu kurz: Der werte Leser.

Zeitungen und andere Altmedien werden längst nicht mehr primär für den Leser geschrieben: Die Interessen der Wirtschaft und die geforderten werblichen Punktlandungen aus den Marketing-Abteilungen, die PR-Absichten einer zuliefernden quasi-journalistischen Materialbeschaffungsindustrie … dies alles zählt sehr viel mehr als ausgerechnet das Interesse jener dummen Ferkel am Trog, die das resultierende mediale Mastfutter tagtäglich dann ausschlabbern sollen, damit die Anzeigenabteilung wiederum behaupten kann, das frische und freche Medium würde von den relevanten Zielgruppen auch gelesen.

Das Resultat eines allzu lange betriebenen Kollektiv-Verfahrens war absehbar, aber kaum jemand redet darüber: Es existiert inzwischen eine großer Medienhass in der Gesellschaft, der demjenigen auf ‘die Parteien’ gleichkommt. Vice versa ist dies verbunden mit jener Verachtung der Leserschaft in allzu vielen Redaktionen, die sich auch stilistisch zunehmend schluderhaft äußert – oder eben gar nicht mehr auszudrücken vermag. Das Publikum würde die herabgefallenen Brocken disparater Weltbilder vom Tisch der Verleger schon fressen.

Genau das eben tut es nicht (mehr).

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Umkehrschluss:

Freitag, 04. Dezember 2009

Da die Anzeigen den Qualitätsjournalismus querfinanzieren müssen, bieten Anzeigenblätter auch den meisten Qualitätsjournalismus.

Lehrstück ‘Qualitätsjournalismus’

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Hätte ich in der Ausbildung künftiger Journalisten etwas zu sagen, dann müssten meine Schüler diese unterhaltsame Lehrstunde in angewandtem Qualitätsjournalismus ausgiebig analysieren. Denn fast schon regelhaft ist der deutsche Qualitätsjournalismus nicht dort zu finden, wo er sich selbst zum ‘Qualitätsjournalismus’ zu adeln pflegt. Immerhin: Schaden soll diese ‘rosarote Brille für die Haut’ wohl nicht …