Die Schnetzlaffs
Sonntag, 31. Juli 2011Im Schüren der Ängste vor Killerspielen steht die ‘Welt’ weit vorn in Deutschland: “Computerspiele – CSU warnt vor Realitätsverlust”, “Aktion gegen Killerspiele verläuft schleppend”, “Der baden-württembergische CDU-Generalsekretär Thomas Strobl brachte im “Kölner Stadt-Anzeiger” Sperren für “Killerspiele” ins Gespräch”, usw., usf.
Ich bin ja auch der Ansicht, dass vom Metzeln der Orkhorden am Bildschirm kein gerader Weg hin zum Abschlachten von Mitschülern an einer deutschen Oberschule führt. Zumindest wären die Plasmagewehre und High-Tech-Schnetzelwaffen, die dort am Monitor zum Einsatz kommen, in der Realität selbst auf dem Schwarzmarkt kaum zu beschaffen. Schützenvereine sind da sicherlich biederer und zugleich probater. Wenn aber eine Redaktion, die sich auf den politischen Seiten dem Kampf gegen ‘Gewaltverherrlichung’ in den Zombie-Industries verschreibt, in ihren Spalten gleich nebenan – dort, wo nämlich die Anzeigen stehen – dann so etwas schreibt, liegt mir der Gedanke an ein ausgeprägt schizoides Denken nicht mehr fern:
Soll wohl heißen: Liebe Freunde des virtuellen Abmackelns und Niedermachens – nutzt daher die weltweiten Möglichkeiten des unzensierten Internets!
