Artikel mit ‘SPD’ getagged

Wat nu, SPD?

Freitag, 11. Dezember 2015

Der Siggi Flopp, so viel ist seit heute klar, wird erwartungsgemäß nicht der nächste Kanzlerkandidat der SPD werden. Es sei denn, die SPD gäbe sich schon vorher verloren, und stellte ihn als bloßen Zählkandidaten auf. Wer aber dann? Die Silberlocke Steinmeier, mit dem charismatischen Kämpferimage eines Angorakaninchens? Oder kommt es zu einem Showdown Mutti vs. Mutti, wenn Hannelore Kraft zum Wetthäkeln den Ring betritt?

Kurzum: Allem Gegröhl der AfD zum Trotz, auch 2017 wird es wieder unsere Mutti aus der Uckermark werden. Denn man muss ja die Kirche auch mal im Dorf lassen …

Vernunft siegt

Donnerstag, 05. November 2015

Da kloppen sich CDU und CSU 14 Tage lang wie die Kesselflicker – und was kommt bei ihrem Gebölke am Ende raus: Der vernünftige SPD-Vorschlag, der ja angeblich so weltfremd war:

„Koalition einigt sich auf Registrierzentren für Flüchtlinge“.

Tscha, dat Bayern-Horschtl, dat scheint mir auch nur wegen dem Entertainment in der Politik zu sein … nebenbei bemerkt: Bei den derzeitigen Flüchtlingen sind kaum noch Leute aus ’sicheren Herkunftsstaaten‘ – also vor allem vom Balkan – dabei. Kopfkratzen bei allen konservativen Großstrategen: ‚Da schrumpfen wir das Asylgesetz – und dann sowas!‘

Eben nicht …

Dienstag, 03. November 2015

Klar – der Lutz Bachmann wirkt eklig, sobald er den Mund aufmacht. Und eigentlich auch schon vorher. Auf seinen Goebbels-Vergleich wird trotzdem nicht das folgen, was die SPD-Generalsekretärin befürchtet:

„Fahimi wirft dem Mann „perfide und ekelhafte Rattenfängerei“ vor.“

Denn bei Bachmanns zunehmend hysterischen Gülle-Kotzereien gehen sogar die Ratten laufen. Gestern waren es schon 4.000 Verrannte weniger, am nächsten Montag – und als Folge dieses Auftritts – dürften es noch weniger sein. Der Ton allerdings wird sich weiter radikalisieren, das ist auf der Schwundstufe politischer Bewegungen immer so. Irgendwann auch wird es unter den Flüchtlingen die ersten Opfer brauner Gewalt geben, auch das ist leider so. Zugleich aber sind AfD und Pegida dann am Ende …

Im übrigen wäre Heiko Maas ein guter SPD-Kanzlerkandidat – viel konsequenter als das dicke Rotationswunder.

Kanzlerstab im Tornister?

Freitag, 23. Oktober 2015

Der Heiko Maas wird allmählich viel mehr als nur ministrabel, außerdem muss man bei ihm nicht befürchten, dass er am Ende gar mit den Schmuddels turtelt. Sucht die SPD nicht noch einen Kanzlerkandidaten, wo’s der wendehälsige Dicke doch erkennbar nicht kann?

Mit Gruß an Seehofer

Montag, 12. Oktober 2015

Häupl hat eines anders gemacht als Pühringer: Im Gegensatz zum Oberösterreicher lavierte er in der Flüchtlingsfrage nicht zwischen harten und liberalen Positionen, sondern nahm eine klare Haltung als Anti-Strache ein.“

Nun ja, vielleicht kommt unserem Horschtl ja auch noch die Einsicht, dass auch hierzulande nur ein Anti-Gauland-Höcke-Kurs den Erfolg verspricht, aber nicht das wilde Drohen mit Verfassungsklagen à la Fraukchen und Markus Brezel. Man bekämpft Trottel nicht, indem man die Positionen der Trottel einnimmt – so einfach ist das manchmal …

Tscha – und für Siggi Flop und seine Spezialdemokraten lautet die Lehre: Eine einstige Arbeiterpartei muss auch bei uns wieder lernen, durch ihre Politik Arbeiter als Wähler zurückzugewinnen und nicht ständig vom ‚Gewinn der Mitte‘ zu faseln. Sonst führen sich andere als Arbeiterpartei auf, die eben dies gar nicht sind. Anders ausgedrückt: Ein kräftiger Schuss ‚Corbyn‘ täte der SPD sicherlich gut …

Was bleibt? Ach ja, die Demoskopen. Zu denen sage ich jetzt besser gar nichts.

„Was kann Europa von der Wiener Wahl lernen? Dass Rechtspopulisten von einer offensiven humanitären Politik zumindest in ihre Schranken gewiesen werden können“.

Cela …

Das waren noch Zeiten …

Donnerstag, 20. August 2015

Als noch Männer wie Egon Bahr, Willi Brandt, Herbert Wehner usw. die SPD in die Wahlkämpfe führten. Gut, die mussten ja auch nicht die ‚Ochsentour‘ durch die Ortsvereine durchlaufen, und sie hatten sich nicht schon zum Abitur ‚Politiker‘ als Berufswunsch aufs Revers geschrieben. Heute haben wir einen Siggi Flopp:

„Egon Bahr, der Architekt der Ostpolitik, ist in der Nacht zum Donnerstag im Alter von 93 Jahren gestorben“.

Möge er in Frieden ruhen …

Illusionisten!

Donnerstag, 13. August 2015

OECD fordert strengere Besteuerung von Reichen“.

Als ob auf dieser Welt noch etwas geschähe, das vernünftig wäre. Vor dem Gesetz sind keineswegs alle gleich, das ist nur ein altes Märlein für den Gemeinschaftskunde-Unterricht. Was hilft? Sebastian Brant ‚Das Narrenschiff‘ lesen …

Aber sich wundern, wenn statt ‚New Labour‘ ein Jeremy Corbyn gewählt werden könnte, dem allein noch zugetraut wird, die ‚Pasokifikation‘ dieser Partei aufzuhalten. Ein Schicksal, das übrigens auch der SPD droht. Sahra Wagenknecht, Armanis Rache an den Linken, wäre allerdings auch keine Alternative …

Der Nobelpreisträger spricht:

Dienstag, 04. August 2015

More than that, the whole austerian ideology is based on fantasy economics, while it’s actually the anti-austerians who are basing their views on the best evidence from modern macroeconomic theory and evidence.“

Das übrigens, was der Paul Krugman mit Blick auf die Labour-Partei ‚cringe‘ [Auf-dem-Bauch-Kriechen] nennt, trifft auf unsere SPD ebenso zu. Auch die Ex-Genossen übernehmen voll und ganz die neoliberale Weltsicht vom ’notwendigen Sozialabbau‘, sie wollen ihn bloß ‚ein wenig menschlicher‘ gestalten. Verbalakrobaten und Flickschuster allesamt … im Kern passt zwischen sie und den Hayek kein Blatt Papier. Sie denken, sie wären keine Ideologen, bloß weil alle nur noch ein- und derselben Ideologie hinterherhecheln – und dann wundern sie sich, wenn die Leute lieber das Original wählen.

Ganz vernünftig klingt dann auch diese Schritt-für-Schritt-Strategie:

„Griechenland braucht einen Schuldenschnitt. Doch die Regierung in Athen tut sich aus innenpolitischen Gründen schwer, die nötigen strukturellen Reformen umzusetzen. Deutschland seinerseits will, dass Griechenland zuerst reformiert – erst dann ist Berlin bereit, über einen Haircut zu sprechen. Mein simpler Vorschlag lautet: Berlin und Athen sollen einen Vertrag aushandeln, wonach Griechenlands Schulden automatisch erlassen werden, wenn Athen bestimmte Reformschritte umsetzt. Eine unabhängige Kommission, deren Mitglieder von beiden Seiten ernannt werden, würde überwachen, ob die Vereinbarungen auch eingehalten werden.“

Oh Gott, SPD!

Dienstag, 23. September 2014

Jetzt musst du dich tatsächlich mal entscheiden. Nur eine Stimme hier, nur eine Stimme dort. Aber ich weiß, Entscheidungen bist du gar nicht mehr gewohnt. Seit Ypsilanti liebst du es, wenn dich die Macht des Faktischen in die Regierungsverantwortung spült:

„Grüne und CDU schließen Zusammenarbeit in Thüringen aus.“

Da du aber nun in eine Situation wie Bileams Esel geraten bist, da die Arithmetik dir nicht weiterhilft, da erinnere dich doch einfach mal an die weisen Worte deines Urahns, an den Kalle Marx, der einst sagte, dass man im Falle eines Falles ‚die Verhältnisse zum Tanzen bringen‘ müsse. Und der Bodo ist ja nicht gerade der Beelzebub. Wie ich dich kenne, entscheidest du dich aber wieder für die ‚Staatsräson‘. Schließlich pocht die Mutti auf ihre Bundesratsmehrheit – und was Mutti sagt …

Perfide Sozzenbrut!

Donnerstag, 29. August 2013

Die hinterlistige SPD-Schützenhilfe für die AfD.“

Jawollja – die Sozialdemokraten jazzen das große Hellas-Thema der AfD-Rentner ja nur deshalb nach oben, damit die Roten später bei der Angela den Schoßhund spielen dürfen. Eigentlich wäre es sogar der Schäuble gewesen, der sich mit seiner berüchtigten Griechenland-Äußerung vor diesen Sozzen-Karren hat spannen lassen. An dieser Stelle schon wird der Artikel leider arg klöterig. Schäubles Hinweis auf kommende Hilfspakete wäre demnach gar nicht ‚unglücklich‘ gewesen, sondern ebenfalls eiskalt geplant. Wahrscheinlich deshalb, weil die Union nach diesen vier schrecklichen Jahren unter einer heftigen FDP-Allergie leidet und lieber mit der SPD ins Bett gehen möchte … oder so. Das wiederum könnte sie ja auch ganz ohne AfD haben, dazu langt es doch allemal.

So spezialdemokratisch um drei Ecken denken, wie der Verfasser dieses Artikels, das konnte noch nicht einmal der Herbert Wehner. Und der war immerhin Dialektiker …